Die Talfahrt der Booking-Aktie geht in die nächste Runde. Nachdem der Kurs der Online-Reisebuchungsplattform bereits seit Jahresbeginn um 20 Prozent eingebrochen ist, geht es am Donnerstag um weitere sieben Prozent nach unten. Was drückt den Kurs der Booking-Aktie momentan so stark nach unten?
Grund für Feierlaune
Eigentlich haben Anleger allen Grund, in Feierlaune zu sein. Der Umsatz von Booking stieg im Schlussquartal 2025 um 16 Prozent auf 6,35 Milliarden US-Dollar und lag damit deutlich über der Markterwartung von 6,13 Milliarden Dollar.
Auch beim bereinigten Gewinn konnte die Online Travel Agency mit 48,80 US-Dollar die Analystenschätzung von 48,18 Dollar übertreffen. Noch besser: Die Profitabilität von Booking steigt weiter. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im abgelaufenen Vierteljahr um 19 Prozent auf 2,20 Milliarden US-Dollar. Im Gesamtjahr 2025 kletterte die EBITDA-Marge sogar um 200 Basispunkte auf eindrucksvolle 36,9 Prozent.
Angesichts der starken Geschäftsentwicklung kündigte Booking eine Erhöhung der Quartalsdividende um ca. neun Prozent 10,50 US-Dollar je Aktie an. Zudem wird es im April einen Aktiensplit im Verhältnis 1:25 geben, um die optisch so teure Booking-Aktie zu verbilligen. Das dürfte für ein verstärktes Interesse von Kleinanlegern sorgen.
Wo ist das Haar in der Suppe?
Aber beim Ausblick hat sich die Börse etwas mehr von Booking erhofft. Das prognostizierte Wachstum der Buchungen liegt etwas unter den Analystenzielen.
Zudem wendet das Reiseunternehmen sehr viel Geld auf, um KI-Projekte zu finanzieren. Das führt dazu, dass die erwartete Gewinnmarge etwas weniger stark ansteigt.
Und nicht zuletzt wurde die Booking-Aktie in jüngster Vergangenheit auch ein Opfer der Sorge vor KI-Disruption. Analysten äußerten Bedenken, dass KI-basierte Assistenten von Konkurrenten oder Tech-Giganten wie Google und OpenAI den Buchungsprozess direkt steuern und Vermittlungsplattformen wie Booking umgehen könnten.
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