Für die Bolloré-Aktie geht es am heutigen Dienstag um satte 25 Prozent bergab. Was steckt hinter dem gewaltigen Kurseinbruch des französischen Mischkonzerns?
Nur ein technischer Effekt
Anleger müssen sich keine Sorgen machen, denn der heutige Kurskollaps der Bolloré-Aktie hat einen rein technischen Grund, und zwar die Dividende. Der Aktienkurs notiert heute ex-Dividende. Wenn man den Abschlag herausrechnet, steht die Aktie sogar leicht im Plus.
Die Aktionäre des französischen Mischkonzerns haben auf der Hauptversammlung Ende Mai eine massive Ausschüttung beschlossen. Am heutigen 23. Juni wurde diese Summe nun rechnerisch vom Aktienkurs abgezogen.
Die reguläre Schlussdividende beträgt 0,06 Euro pro Aktie. Hinzu kommt jedoch eine satte Sonderausschüttung in Höhe von 1,50 Euro pro Aktie. Insgesamt schüttet Bolloré somit heute 1,56 Euro je Aktie aus.
Woher kommt der Geldsegen?
Eine Sonderdividende von 1,50 Euro bei einem Aktienkurs von gut Fünf Euro entspricht einer spektakulären Dividendenrendite von rund 28 Prozent. Möglich gemacht hat das der extrem erfolgreiche Konzernumbau der letzten zwei Jahre unter der Leitung von Cyrille Bolloré.
Die Holding hat sich in großem Stil von kapitalintensiven Transport- und Logistikaktivitäten (insbesondere dem afrikanischen Logistikgeschäft) getrennt und gigantische Cash-Reserven angehäuft. Einen erheblichen Teil dieses Geldes gibt das Management nun direkt an die Aktionäre weiter, während der verbleibende Rest für den Ausbau der Medien- und Kommunikationssparte (unter anderem über die Beteiligung am Medienriesen Vivendi) genutzt wird.
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