Bolloré SE stabilisiert sich zum Wochenabschluss. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei einem Kurs von 4,14 Euro. Damit verbucht das Papier ein Wochenplus von 2,27 Prozent. Nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Wochen senden die Notierungen ein erstes Lebenszeichen.
Expansion nach Belgien
Während der Aktienkurs den Boden sucht, baut Vincent Bolloré sein Medienimperium aus. Die Plattform 21News expandiert in den belgischen Markt. Bisher war das Portal nur französischsprachig aktiv. Nun startete eine niederländische Version für die Region Flandern. Die Gruppe vergrößert damit ihre Reichweite für konservative Inhalte über Frankreich hinaus.
In der Heimat wächst parallel dazu der politische Druck. Innenminister Bruno Retailleau geht deutlich auf Distanz zu den Bolloré-Sendern CNews und JDD. Vor allem bei der Haltung zum Ukraine-Krieg gibt es Reibungspunkte. Der Minister pocht auf eine pro-ukrainische Linie, die er bei den Medien des Konzerns vermisst.
Technische Signale machen Hoffnung
Rein technisch wirkt die Aktie derzeit überverkauft. Der Relative-Stärke-Index (RSI) markierte zuletzt einen Stand von 28,0 Punkten. Werte unter dieser Schwelle deuten oft auf eine baldige Gegenbewegung hin. Das 52-Wochen-Tief liegt bei 3,91 Euro. Bis zu diesem Niveau aus dem Juni fehlen aktuell noch knapp sechs Prozent.
Der Abwärtstrend der letzten Monate bleibt indes massiv. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 13 Prozent an Wert verloren. Eine annualisierte Volatilität von 77 Prozent verspricht weitere unruhige Handelstage. Hält die Unterstützung bei vier Euro, könnte sich die Stabilisierung in den nächsten Wochen verfestigen.
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