Boeing meldet einen weiteren wichtigen Auftrag und Rückenwind von Analystenseite. Eine Großbestellung aus Afrika und ein höheres Kursziel sorgen für neue Impulse. Wie stark ist das Fundament hinter dieser Nachfrage?
Großauftrag von Ethiopian Airlines
Boeing und Ethiopian Airlines haben vereinbart, dass Afrikas größte Fluggesellschaft neun 787-9 Dreamliner bestellt. Die Maschinen sollen den Ausbau des Langstreckennetzes unterstützen, da die Nachfrage nach internationalem Reisen weiter zunimmt.
Der Auftrag wurde im Dezember 2025 finalisiert und umfasst zusätzlich eine bereits zuvor kommunizierte Verpflichtung über 11 737 MAX. Insgesamt wächst das Paket damit auf 20 neue Flugzeuge.
Wesentliche Fakten im Überblick:
- Neuer Großauftrag: Neun 787-9 Dreamliner für Ethiopian Airlines.
- Gesamtvolumen: Einschließlich der 11 737 MAX summiert sich der jüngste Auftrag auf 20 Maschinen.
- Analystenreaktion: Jefferies hebt das Kursziel auf 290 US-Dollar an und bestätigt „Buy“.
Die 787-9 gilt als treibstoffeffizientes Langstreckenflugzeug. Laut Boeing kann der Dreamliner den Treibstoffverbrauch und die Emissionen im Vergleich zu den ersetzten Flugzeugen um rund 25 % senken – ein Argument für Airlines mit Blick auf Kosten und Klimaziele.
Analystenstimme und Kursziel
Die Investmentbank Jefferies hat ihr Kursziel für die Boeing-Aktie von 275 auf 290 US-Dollar angehoben und bleibt bei der Kaufempfehlung. Das signalisiert aus Sicht des Analysehauses Vertrauen in die weitere Entwicklung.
Die Aktie eröffnete heute bei 247,71 US-Dollar. Das höhere Kursziel spiegelt die Erwartung wider, dass Boeing von der aktuellen Bestelllage profitieren kann.
Präsenz in Asien und langfristiger Bedarf
Parallel zum Ethiopian-Deal betont Boeing seine strategische Ausrichtung in Asien. Auf der Singapore Airshow 2026 präsentiert der Konzern sein Portfolio aus Verkehrsflugzeugen, Verteidigungsplattformen und Services für den wachstumsstarken Markt in Südostasien.
Boeing prognostiziert für die Region bis 2044 einen Bedarf von 4.885 neuen Flugzeugen. Grundlage ist eine erwartete jährliche Zunahme des Passagieraufkommens um 7 %. Mit dem Flottenaufbau wächst auch der Personalbedarf: Über die nächsten zwei Jahrzehnte rechnet das Unternehmen mit einem Bedarf von mehr als 62.000 neuen Pilotinnen und Piloten in der Region.
Neben dem etablierten Geschäft mit Verkehrsflugzeugen verweist Boeing auch auf neue Technologien. Dazu gehört etwa Wisk mit einem vollelektrischen Flugtaxi. Die Kombination aus kurzfristig wirksamen Großaufträgen und Investitionen in autonome, elektrisch betriebene Luftfahrtsysteme soll den Konzern sowohl im aktuellen Luftverkehrsmarkt als auch in zukünftigen Segmenten positionieren.
Ausblick
Mit dem Auftrag von Ethiopian Airlines und dem angehobenen Kursziel von Jefferies verbindet Boeing konkrete Nachfrage im Kerngeschäft mit einem langfristig positiven Marktausblick in Asien. Entscheidend wird sein, in den kommenden Jahren sowohl die bestehenden Programme wie 787 und 737 MAX zuverlässig zu bedienen als auch die angekündigten Zukunftstechnologien zur Marktreife zu bringen.
Boeing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Boeing-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Boeing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Boeing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
