Boeing wird nach Einschätzung des Managements sein Auslieferungsziel von 500 Flugzeugen für 2026 verfehlen. Das teilte das Unternehmen gestern zusammen mit den Quartalszahlen mit. Für die weitere Steigerung der Produktion der 737 nannte das Management zugleich konkrete Zielmarken für das kommende Jahr.
Anfang 2027 soll sich die Fertigung bei monatlich 47 Maschinen stabilisieren. Für die zweite Jahreshälfte strebt Boeing eine Erhöhung auf 52 Flugzeuge pro Monat an.
Im dritten Quartal 2026 erzielte Boeing einen Umsatz von 24,188 Milliarden $. Der freie Cashflow fiel mit 464 Millionen $ positiv aus. Für 2027 stellt das Unternehmen einen freien Cashflow von ungefähr 3 Milliarden $ in Aussicht.
Für 2028 prognostiziert Boeing rund 6 Milliarden $. CEO Kelly Ortberg erklärte, das Unternehmen erwarte, sein Jahresziel von 10 Milliarden $ beim freien Cashflow 2029 zu erreichen.
Bei der Zulassung meldete Boeing einen abgeschlossenen Schritt: Die FAA erteilte im Oktober die geänderte Musterzulassung für die 737-10. Nach Unternehmensangaben ist damit die Zertifizierung der letzten Variante der 737-MAX-Familie abgeschlossen.
Zulieferstreit belastet weitere Programme
Reuters berichtete am Freitag, ein Streit mit dem Zulieferer Vaero habe die Produktion der 777-Frachter für nahezu zwei Monate zum Stillstand gebracht. Auch die Fertigung der 767 sei beeinträchtigt worden, einschließlich der KC-46-Tankflugzeuge. Boeing habe im August wegen der Lieferung eines kritischen Flügelbauteils Klage eingereicht.
Auf der Bestellseite übte Allegiant Air am Freitag Optionen aus einer Vereinbarung mit Boeing von 2021 aus. Die Bestellung umfasst sechs Maschinen des Typs 737-8. Die Flugzeuge sollen 2028 ausgeliefert werden; Allegiant bezifferte ihren gemeinsamen Listenpreis auf mehr als 720 Millionen $.
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