Boeing kommt nicht zur Ruhe. Während die Produktion in den Werken Renton und Everett langsam anzieht, holen alte Altlasten den Konzern im Gerichtssaal wieder ein. Ein Millionenurteil drückte den Aktienkurs zum Wochenabschluss deutlich ins Minus.
Neue Urteile belasten die Bilanz
Ein Geschworenengericht in Chicago verurteilte den Flugzeugbauer am Freitag zur Zahlung von 49,5 Millionen Dollar. Geklagt hatte die Familie eines Opfers des Absturzes der Ethiopian Airlines aus dem Jahr 2019. Parallel dazu sickerte eine Einigung im Fall des verstorbenen Whistleblowers John Barnett durch. Diese juristischen Entwicklungen rücken die finanziellen Risiken vergangener Sicherheitsmängel erneut in den Fokus der Marktteilnehmer.
Produktion nähert sich den Zielwerten
Operativ zeigt die Kurve derweil nach oben. Im April lieferte Boeing insgesamt 47 Verkehrsflugzeuge aus. Darunter befanden sich 34 Maschinen des Typs 737 MAX. Hinzu kamen sechs Einheiten des Modells 787 Dreamliner. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber den Tiefstwerten von 2024.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA erlaubt inzwischen eine höhere Schlagzahl. Seit Ende 2025 darf Boeing monatlich 42 Flugzeuge der MAX-Serie produzieren. Zuvor lag die Obergrenze bei 38 Einheiten. Die Stabilisierung der Lieferketten bleibt jedoch die Voraussetzung, um dieses Limit voll auszuschöpfen.
An der Börse reagierten Investoren empfindlich auf die Nachrichtenlage. Die Aktie verlor am Freitag 4,17 Prozent und schloss bei 189,80 Euro. Damit summierte sich das Minus auf Wochensicht auf über fünf Prozent.
Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um 14 Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar. Die Nettoverluste verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der Konzern arbeitet weiter an der langfristigen finanziellen Erholung unter der aktuellen Führung.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen freien Cashflow zwischen einer und drei Milliarden Dollar an. Die Stabilisierung der Fertigung bleibt dafür die entscheidende Voraussetzung. Anleger achten in der neuen Handelswoche auf die technische Unterstützung bei rund 187 Euro, wo der 50-Tage-Durchschnitt verläuft.
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