Die Aktie von BNP Paribas verzeichnet am heutigen Freitag einen Kursrückgang von 2,7 Prozent auf 100,86 Euro. Eine direkte unternehmensspezifische Ursache für die tagesaktuelle Schwäche wurde nicht bekannt, doch das französische Kreditinstitut trat in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen des Kapitalmarkts mit Initiativen in Erscheinung.
Beteiligung an Milliardenkredit für Cloud-Projekt
Am Mittwoch wurde bekannt, dass BNP Paribas Teil eines Bankenkonsortiums ist, das eine großvolumige Finanzierung für die Technologiebranche bereitstellt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters stellen insgesamt zehn Banken einen Kredit über 22 Milliarden Dollar zur Chip-Finanzierung bereit. Die Mittel fließen in das Projekt Crux AI, ein Cloud-Vorhaben von Blackstone und Alphabet.
Das Institut setzt damit seine Aktivitäten im Technologiebereich fort. Am Montag beteiligte sich BNP Paribas an einer Finanzierungsrunde für das Unternehmen Kaiko über 110 Millionen Dollar, die von S&P Global angeführt wurde. Zu den weiteren Investoren zählten unter anderem auch die Nasdaq, die Royal Bank of Canada sowie Bpifrance.
Stärkung des Emissionsgeschäfts im Mittelstand
Neben den großvolumigen Engagements im Technologie- und Krypto-Sektor setzt das Geldhaus auf den Ausbau seiner klassischen Beratungs- und Platzierungsaktivitäten. Am Dienstag teilte das Institut mit, die Partnerschaft zwischen BNP Paribas und der konzerneigenen Einheit Portzamparc vertieft zu haben. Das gemeinsame Angebot zielt darauf ab, Börsengänge von kleinen und mittelgroßen Unternehmen künftig enger zu begleiten.
Die Initiative soll mittelständischen Firmen den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern und die Betreuung von Neuemissionen verbessern. Mit der gebündelten Aufstellung reagiert die Bank auf die Nachfrage im Segment europäischer Wachstumsunternehmen.
Analysten heben das Kursziel an
Auch an den Märkten fand das Finanzhaus Beachtung. Am Dienstag hob Morgan Stanley Medienberichten zufolge das Kursziel für BNP Paribas von 120 Euro auf 129 Euro an. Trotz der tagesaktuellen Verluste steht die Aktie des Instituts seit Jahresanfang mit einem Kursplus von 24 Prozent im positiven Bereich.
Bereits am 4. September hatte sich die Bank zudem zur geldpolitischen Gesamtlage geäußert. Laut Reuters prognostizierte das Institut gemeinsam mit J.P. Morgan für Dezember eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um 25 Basispunkte und verwies dabei auf anhaltende Inflationsrisiken sowie hohe Energiepreise.
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