BMW hat einen Meilenstein in der Elektromobilität erreicht: Seit dem Verkaufsstart des ersten i3 Ende 2013 hat der Konzern zwei Millionen vollelektrische Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Das teilte das Unternehmen mit. Reuters berichtete über die Marke und verwies zugleich auf die „Neue Klasse“, die BMW als Treiber der künftigen Wachstumsgeschichte im Elektrobereich positioniert.
Der Meilenstein fällt in eine Phase, in der BMW ohnehin verstärkt auf elektrische Modelle setzt. Erst wenige Wochen zuvor hatte der Konzern am Werk München die Serienproduktion des i3 mit steilem Nachfragehochlauf gestartet.
Zur Monterey Car Week kündigte BMW zudem Premieren des M Concept Neue Klasse und des Vision BMW ALPINA an – Signale dafür, dass der Konzern seine Elektro- und Performance-Strategie auf mehreren Ebenen gleichzeitig vorantreibt.
Aktienrückkäufe laufen unvermindert weiter
Parallel zur Produktoffensive setzt BMW das laufende Aktienrückkaufprogramm 2025/2027 fort. In der Woche vom 17. bis 23. August kaufte der Konzern rund 609.000 Stammaktien zurück, in der darauffolgenden Woche bis zum 30. August weitere rund 435.000 Stück.
Die kontinuierlichen Rückkäufe entziehen dem Markt fortlaufend Aktien und stützen damit potenziell die Nachfrageseite – ein Faktor, den Anleger angesichts der schwachen Kursentwicklung des laufenden Jahres im Blick behalten dürften.
Denn trotz der operativen Fortschritte bei der Elektromobilität bleibt die Aktie unter Druck. Seit Jahresbeginn steht ein Kursminus von 33 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sind es 29 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 97,90 Euro, erreicht im Dezember, trennen das Papier aktuell 36 Prozent. Zum Wochenschluss notierte die Aktie bei 62,90 Euro, ein Plus von 1,6 Prozent an einem einzelnen Handelstag – nur ein kleiner Schritt gegenüber dem deutlich höheren Niveau vor einem Jahr.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Anfang September bekräftigte die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung für BMW mit einem Kursziel von 90 Euro. Bereits einen Tag zuvor hatte Bernstein Research die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 82 Euro bestätigt.
Beide Kursziele liegen damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau und signalisieren, dass zumindest ein Teil der Analystengemeinde die operative Substanz des Konzerns höher einschätzt, als es der Aktienkurs derzeit widerspiegelt.
Die Kombination aus wachsender Elektroflotte, neuen Modellankündigungen und laufenden Kapitalrückführungen zeichnet ein Bild eines Konzerns, der operativ vorankommt, während die Aktie noch deutlich unter ihrem Jahreshoch verharrt. Der Abstand zwischen fundamentaler Entwicklung und Kursverlauf dürfte für Anleger in den kommenden Wochen der zentrale Beobachtungspunkt bleiben.
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