BMW Aktie: X5 feiert Weltpremiere in Spartanburg

BMW vollendet 1,7-Milliarden-Dollar-Investition in US-Werke, während die Aktie unter schwacher China-Nachfrage leidet.

Auf einen Blick:
  • 1,7 Milliarden Dollar Investition abgeschlossen
  • Neue X5-Generation feiert Weltpremiere
  • Aktienkurs fällt auf 60,96 Euro
  • Schwache China-Nachfrage belastet Kurs

Große Feierstimmung in South Carolina, tristes Bild auf dem Kurszettel. Bei BMW klaffen operative Fortschritte in den USA und die Marktwahrnehmung derzeit weit auseinander. Der Autobauer schließt ein gewaltiges Investitionsprogramm ab. Die Aktie reagiert darauf kaum.

Milliarden-Schub für South Carolina

BMW investiert 1,7 Milliarden US-Dollar in seine amerikanischen Standorte. Davon fließt eine Milliarde in die Modernisierung des Stammwerks Spartanburg. Weitere 700 Millionen Dollar kostet der Bau einer neuen Batteriemontage im nahegelegenen Woodruff.

Nordamerika-Chef Sebastian Mackensen betonte dabei die Verlässlichkeit des Konzerns. Man mache nicht nur Versprechen, sondern setze diese auch um. Das Engagement sichert eine wichtige Bastion. Die USA sind nach Volumen der zweitgrößte Markt für die Münchner.

Premiere für den neuen X5

Den Abschluss der Bauarbeiten krönte BMW mit der Weltpremiere der fünften X5-Generation. Das Werk Spartanburg erreicht damit ein neues technisches Niveau. Als erste Fabrik im Konzernnetzwerk baut der Standort künftig ein Modell mit fünf verschiedenen Antrieben auf einer einzigen Linie.

Bisher liefen in South Carolina bereits Modelle wie der X3, X7 oder XM vom Band. Vorstandsmitglied Milan Nedeljković sieht in dem Ausbau einen klaren Vertrauensbeweis für den US-Standort.

Schwache China-Nachfrage drückt den Kurs

Der Aktienmarkt ignoriert die US-Offensive weitgehend. Die BMW-Aktie beendete den Dienstagshandel bei 60,96 Euro. Damit hat das Papier im laufenden Jahr 36,45 Prozent an Wert verloren. Der Kurs rutschte massiv unter wichtige charttechnische Marken ab. Vom 200-Tage-Durchschnitt bei 82,34 Euro ist die Aktie mittlerweile weit entfernt.

Die Gründe für die Talfahrt liegen auf der anderen Seite der Welt. Genauer gesagt: in China. BMW kämpft dort mit einer spürbar schwächeren Nachfrage. Diese Flaute zwang das Management zuletzt, die Jahresprognose nach unten zu korrigieren. Der Kurs pendelt aktuell nur sieben Prozent über seinem Ende Juni markierten Tiefststand von 57,06 Euro. Ohne eine Trendwende auf dem asiatischen Markt fehlt der Aktie kurzfristig der Treibstoff.

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