BMW-Aktie: Die unendliche Geschichte?

BMW ruft weltweit 1,45 Millionen Autos aufgrund defekter Takata-Airbags zurück. Der Aktienkurs leidet zusätzlich unter schwachen Margen und China-Rückgängen.

Auf einen Blick:
  • Rückruf von 375.000 Fahrzeugen in Deutschland
  • Defekte Airbags von Takata betroffen
  • Modelle der 1er- und 3er-Reihe betroffen
  • Aktienkurs fällt um 22,6 Prozent seit Jahresbeginn

Bereits im Jahre 2018 rutschte der japanische Konzern Takata in die Insolvenz und ist heute längst nicht mehr Existenz. Dennoch findet sich der Name noch immer in diversen Schlagzeilen und Sorgen bereitet dies derzeit auch BMW. Denn einmal mehr sind es Airbags von Tanaka, die für einen groß angelegten Rückruf sorgen.

Laut einer Meldung von „Bimmer Today“ sind davon allein in Deutschland knapp 375.000 Fahrzeuge betroffen. Weltweit sollen es sogar 1,45 Millionen Autos sein. Bisher wurden zwar keine konkreten Unfälle gemeldet. Es besteht jedoch die Sorge, dass der Airbag bei einem Unfall ungewollt heftig reagieren kann, sodass Teile des Gasgenerators durch den Innenraum fliegen und möglicherweise schwere Verletzungen bei Insassen verursachen könnten.

BMW: Auf Nummer sicher

BMW will dabei nun nichts dem Zufall überlassen und entscheidet sich für einen Rückruf. Betroffen sind davon Varianten der 1er-Reihe aus erster Generation sowie die fünfte Generation der 3er-Reihe und die erste Generation des X1. Über eine eigens eingerichtete Rückrufseite können Kunden sich über erforderliche Maßnahmen informieren und gegebenenfalls einen Werkstattbesuch einplanen.

Welche Kosten dies für BMW verursachen mag, darüber äußerte sich das Unternehmen nicht. Letztlich dürfte es sich im Rahmen halten und ein schneller Rückruf ist allemal besser, als erst nach einem Unfall zu reagieren. Anlegern stellt sich aber vor allem die Frage, ob das leidige Thema Tanaka nun endlich beende sein mag.

Angeschlagen

BMW Aktie Chart

Abseits solcher Rückrufe gilt BMW als eine der stärksten deutschen Automarken, welche die Krise im Segment allerdings auch immer mehr zu spüren bekommt. Dadurch bedingt gerät auch der Aktienkurs immer mehr unter Druck. 74,58 Euro standen am Freitagmorgen noch auf dem Ticker und damit 22,6 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Vor allem schwache Margen und Rückgänge in China lasten auf der Stimmung der Aktionäre.

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