BMW Aktie: Takata-Rückruf trifft Neue-Klasse-Start

BMW startet Serienproduktion der Neuen Klasse, während ein Takata-Airbag-Rückruf die Aktie nahe am Jahrestief hält.

Auf einen Blick:
  • Rückruf wegen defekter Takata-Airbags
  • Aktie notiert nahe Jahrestief
  • Serienstart der Neuen Klasse im Sommer
  • Lokale Fertigung gegen Zollrisiken

Alte Probleme treffen auf die wichtigste Modelloffensive der Firmengeschichte. Während BMW in München den Serienstart der „Neuen Klasse“ vorbereitet, holt ein jahrelanges Branchenproblem den Autobauer wieder ein. Ein erneuter Rückruf wegen defekter Takata-Airbags zwingt zahlreiche Fahrzeuge der Kernbaureihen in die Werkstätten.

Die Liste der betroffenen Modelle umfasst die 1er- und 3er-Reihe sowie diverse X-Fahrzeuge. Lösen die fehlerhaften Airbags aus, können Metallsplitter in den Innenraum gelangen. An der Börse reagierten Anleger am Mittwoch verhalten. Die BMW-Stammaktie notiert nahezu unverändert bei 73,98 Euro. Auf Jahressicht summiert sich das Minus damit auf rund 23 Prozent. Das Papier bewegt sich nur noch knapp über dem bisherigen Jahrestief von 71,50 Euro.

Hochlauf der Elektro-Offensive

Den logistischen Kraftakt des Rückrufs muss der Konzern parallel zu seiner größten Transformation stemmen. Im Stammwerk München lief bereits Anfang des Jahres die Vorserienproduktion der „Neuen Klasse“ an. Der offizielle Serienstart des vollelektrischen BMW i3 ist für den Sommer geplant. Derweil bereitet das ungarische Werk in Debrecen die Markteinführung des neuen BMW iX3 vor, die noch vor Jahresende erfolgen soll.

Lokale Fertigung gegen Zollrisiken

Auch international baut der Autobauer seine Lieferketten um. Ende 2026 soll die Produktion der neuen Fahrzeuggeneration im US-Werk Spartanburg anlaufen. Das Management setzt verstärkt auf lokale Fertigung, um sich gegen Handelsrisiken abzusichern. Ein zentraler Baustein dafür ist das neue Batteriemontagewerk in Woodruff. Es liefert planmäßig ab diesem Jahr Hochvoltbatterien der sechsten Generation.

Diese regionale Aufstellung soll die Margen im Elektrosegment stabilisieren. Das gilt besonders, während parallel Verhandlungen über Mindestimportpreise für in China produzierte Modelle wie den elektrischen Mini laufen. In den kommenden Wochen richten sich die Blicke auf zwei konkrete Faktoren: die finale Kostenabschätzung des Takata-Rückrufs und weitere Details zum Produktionshochlauf in München.

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