Ein Gewinneinbruch um 25 Prozent klingt zunächst nach einer Katastrophe. Bei BMW ist er im ersten Quartal 2026 so etwas wie eine Erleichterung.
Schlechter als letztes Jahr
Der Vorsteuergewinn fiel auf 2,3 Milliarden Euro, nach deutlich mehr im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach sogar um 36 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro ein. Der Umsatz rutschte um 8,1 Prozent auf 31,0 Milliarden Euro, Analysten hatten immerhin gut 32 Milliarden erwartet. China drückt auf die Preise, der Dollar drückt auf die Marge, und die Rohstoffkosten tun den Rest.
BMW steht damit nicht allein. Mercedes und Audi haben für das gleiche Quartal ähnlich schwache Zahlen vorgelegt. Die deutschen Premiumhersteller kämpfen alle an denselben Fronten: Zölle, chinesische Konkurrenz, ein Elektromarkt, der langsamer wächst als geplant.
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Besser als erwartet
Nun aber das Positive. Der Vorsteuergewinn von 2,3 Milliarden Euro lag über dem Analystenkonsens von 2,2 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge im Kerngeschäft Automobil kam auf 5,0 Prozent, die Analysten hatten 4,7 Prozent auf dem Zettel. Gemessen an dem, was der Markt befürchtet hatte, ist das ein ordentliches Ergebnis.
BMW-Chef Oliver Zipse kann sich demnach mit einem Achtungserfolg verabschieden. Produktionschef Milan Nedeljkovic übernimmt, und er erbt ein Unternehmen, das gerade Kosten kürzt, um Druck von Zöllen und teuren Rohstoffen abzufedern. Der Jahresausblick wurde bestätigt, immerhin.
Was die US-Zölle angeht
Zipse ließ außerdem wissen, die US-Regierung unterstütze das Exportmodell von BMW ausdrücklich. Was das konkret bedeutet, blieb offen. Aber es klingt besser als das Gegenteil.
25 Prozent Gewinneinbruch, Erwartungen übertroffen, Aktie 6,76% im Plus. So sieht 2026 für einen deutschen Autobauer aus, wenn es gut läuft.
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