BMW-Aktie: Kursziele im Sinkflug!

Nach Gewinnwarnung reduzieren Experten die Erwartungen für BMW. Der Aktienkurs kämpft um die 60-Euro-Marke und bleibt angespannt.

Auf einen Blick:
  • Bernstein Research senkt Kursziel auf 85 Euro
  • Konsensziel liegt bei 79,40 Euro
  • Aktie kämpft um 60-Euro-Marke
  • Schwache China-Absätze belasten zusätzlich

Die jüngste Gewinnwarnung von BMW scheint nicht nur die Anteilseigner, sondern auch die Analysten kalt erwischt zu haben. Der Autobauer hat seinen bisherigen Ruf eingebüßt, in der Branchenkrise noch vergleichsweise gute dazustehen. Nachdem nun mit nur noch minimalen Margen gerechnet wird, überarbeiten die Analysten ihre Einschätzungen.

Im Falle von Bernstein Research führt dies zu einer dramatischen Reduktion des Kursziels, wie die „IT Times“ berichtet. Statt zuvor 108 werden nun lediglich 85 Euro in Aussicht gestellt. Allerdings versprühen die Experten damit noch immer etwas Optimismus und stellten Kurspotenzial in Aussicht. Dementsprechend wird immerhin an der Kaufempfehlung festgehalten.

Comeback-Potenzial bei BMW?

Mit dieser Einschätzung befindet sich Bernstein Research in bester Gesellschaft. Trotz einiger reduzierter Kursziele liegt das Konsensziel derzeit laut „MarketScreener“ noch bei 79,40 Euro und damit rund 30 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Die Anleger lassen sich davon allerdings nicht beruhigen und die BMW-Aktie hat weiterhin schwer zu kämpfen.

BMW Aktie Chart

In der laufenden Woche sind die Bullen vor allem damit beschäftigt, zumindest die Marke bei 60 Euro noch zu halten. Das ist bisher auch gelungen, allerdings nur denkbar knapp. Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels standen 60,22 Euro auf der Anzeigetafel. Angesichts der Tatsache, dass schon bei 58,76 Euro das 52-Wochen-Tief lauert, kann hier auch mit einer gesunden Portion Wohlwollen nicht von einem angenehmen Kursniveau gesprochen werden.

Gegenwind aus Fernost

Besonders belastend wirken sich auf BMW maue Absatzzahlen aus China aus. Dort schwächelt der Markt insgesamt und noch dazu sind Verbrenner immer weniger gefragt, was europäische Hersteller besonders hart trifft. Eine Erholung zeichnet sich in dieser Hinsicht nicht ab. Daher fällt es den Börsianern eher schwer, im niedrigen Kurs eine Einstiegschance zu erkennen.

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