BMW Aktie: iX3-Bestellungen überschreiten 100.000

BMW überschreitet zwei Millionen vollelektrische Auslieferungen. Europa und China treiben den iX3-Absatz, während Analysten weitere Impulse erwarten.

Auf einen Blick:
  • Zwei Millionen Elektroautos ausgeliefert
  • Europas BEV-Absatz steigt um 38 Prozent
  • iX3-Bestellungen nähern sich 100.000
  • China wird wichtiger Wachstumstreiber

BMW hat die Marke von zwei Millionen ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeugen erreicht. Das zweimillionste Auto, ein i5 M60 xDrive, verließ das Werk Dingolfing – seit 2013 hat der Konzern damit diese Schwelle überschritten. Die Aktie reagierte am heutigen Montag verhalten, notiert im Tagesverlauf bei 62,30 Euro und damit leicht im Minus von 0,6 Prozent.

Der Meilenstein fällt in eine Phase, in der BMW im europäischen Batteriegeschäft deutlich zulegt. Im zweiten Quartal stieg der BEV-Absatz in Europa um 38 Prozent auf 81.445 Fahrzeuge. Besonders gefragt ist der iX3 aus der neuen „Neue Klasse“-Baureihe: Jedes dritte in Europa bestellte Elektro-BMW ist mittlerweile ein iX3, die Bestellungen nähern sich der Marke von 100.000 Fahrzeugen.

Zum Vergleich der Konkurrenz kumuliert seit Marktstart: Audi kommt auf rund 900.000 ausgelieferte E-Autos, Mercedes auf etwa 800.000 – BMW liegt mit zwei Millionen deutlich davor. Als Vorteil gilt die flexible Fertigung des Konzerns, die als „Power of Choice“ verschiedene Antriebsarten auf denselben Produktionslinien ermöglicht.

Analysten erwarten weitere positive Nachrichten

Citigroup hat BMW auf die Beobachtungsliste „Positive Catalyst Watch“ gesetzt und rechnet mit weiteren günstigen Schlagzeilen im Vorfeld des Kapitalmarkttags Ende September. Bernstein Research bestätigte zuvor bereits sein „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 82 Euro.

Die Analysten verweisen auf den Gewinnkonsens für 2028, der ein Wachstum des Ergebnisses je Aktie von 81 Prozent gegenüber 2026 vorsieht, bei einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5.

Charttechnisch gilt die Marke von 62 Euro als entscheidend. Ein Halten über diesem Niveau könnte laut Marktbeobachtern den Weg zur Widerstandszone zwischen 65,20 und 69,80 Euro ebnen. Nach unten dient das Julitief von 56,40 Euro als Unterstützung – zugleich das aktuelle 52-Wochen-Tief der Aktie.

Vom Kurs aus betrachtet liegt dieses Tief rund 10 Prozent unter dem aktuellen Niveau, während das 52-Wochen-Hoch von 97,90 Euro aus dem Dezember weiterhin in weiter Ferne liegt – der Abstand beträgt 36 Prozent.

China-Geschäft bleibt Wachstumstreiber

Auch außerhalb Europas zeigt der iX3 Zugkraft. In China gingen bereits Zehntausende Bestellungen ein, obwohl noch keine Vorführfahrzeuge verfügbar sind – Kunden zahlen dort umgerechnet rund 510 Euro Anzahlung, um sich einen Liefertermin zu sichern.

Die Auslieferungen sollen im November beginnen, der breite Marktstart folgt im kommenden Jahr. In Brasilien ist die Version iX3 50 xDrive für den Zeitraum 2026/2027 vorbestellbar, die Auslieferungen dort sollen bereits ab September 2026 starten.

Die Kombination aus operativem Fortschritt bei den Auslieferungszahlen und der Erwartungshaltung institutioneller Analysten vor dem Kapitalmarkttag Ende September dürfte in den kommenden Wochen richtungsweisend für den Kursverlauf sein.

Nach einem schwierigen Jahr mit einem Kursminus von 33 Prozent seit Jahresbeginn wächst die Zahl der Stimmen, die BMW eine Trendwende zutrauen – gestützt auf die Modelloffensive der „Neue Klasse“ und die europäische Nachfragebelebung bei Elektrofahrzeugen.

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