BMW Aktie: EBIT-Marge auf ein bis drei Prozent gesenkt

BMW senkt Jahresprognose drastisch: EBIT-Marge fällt auf bis zu drei Prozent, freier Cashflow halbiert sich. China-Schwäche und hohe Kosten belasten.

Auf einen Blick:
  • EBIT-Marge auf ein bis drei Prozent gesenkt
  • Freier Cashflow halbiert sich auf 2,5 Milliarden
  • China-Schwäche und Nahost-Konflikt als Hauptgründe
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 37 Prozent

Am Wochenende feierte BMW in Japan einen historischen Erfolg. Das Werksteam fuhr beim prestigeträchtigen Langstreckenrennen in Suzuka auf das Podium. Erstmals seit 1978. Die Freude hielt allerdings nicht lange an. Parallel dazu musste das Management die Jahresprognose drastisch zusammenstreichen.

Marge bricht ein

Der Vorstand senkt die Erwartungen für das operative Geschäft massiv. Die EBIT-Marge im Automobilbereich soll im laufenden Jahr nur noch bei einem bis drei Prozent liegen. Die ursprüngliche Zielspanne rückt damit in weite Ferne. Auch der freie Cashflow schmilzt. BMW rechnet nun mit gut 2,5 Milliarden Euro. Zuvor war ein fast doppelt so hoher Wert geplant.

Als Hauptgrund nennt das Management die anhaltende Schwäche auf dem chinesischen Automarkt. Besonders Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verkaufen sich dort immer schlechter. Hinzu kommen zusätzliche Belastungen durch den Nahost-Konflikt. Gestiegene Energiepreise treiben die Unternehmenskosten spürbar in die Höhe. Leichte Zuwächse in Europa und den USA reichen bei Weitem nicht aus, um diese deutlichen Einbrüche im Kerngeschäft auszugleichen.

Konkurrenzkampf und Branchenkrise

Die deutsche Automobilindustrie wankt. Konkurrenten wie Volkswagen planen weitreichende Sparprogramme. Weltweit könnten dort bis zu 100.000 Stellen wegfallen. Auch Porsche und Mercedes-Benz bereiten harte Einschnitte vor, um die ausufernden Kosten in den Griff zu bekommen. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der massive Wettbewerb aus Asien.

Chinesische Hersteller drängen mit Macht auf den europäischen Markt und finden bei den Käufern immer mehr Akzeptanz. Marken wie Xiaomi greifen traditionelle Platzhirsche mit extrem niedrigen Preisen an. Das drückt die Gewinnmargen der etablierten Autobauer enorm. Die Folge: ein brutaler Preiskampf.

Aktie im Abwärtsstrudel

An der Börse reagieren Investoren äußerst nervös auf die schlechten Nachrichten. Die BMW-Aktie schloss am Freitag bei 60,66 Euro. Damit notiert das Papier gefährlich nah am jüngsten 52-Wochen-Tief. Der starke Abwärtstrend ist unverkennbar. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits knapp 37 Prozent an Wert verloren.

BMW will nun mit einer umfassenden Modelloffensive gegensteuern. Die sogenannte „Neue Klasse“ soll das Ruder herumreißen und verlorene Marktanteile zurückgewinnen. Der Konzern plant in den kommenden zwei Jahren dutzende neue oder überarbeitete Fahrzeuge. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der vollelektrische iX5. Das Modell soll im Jahr 2027 mit modernster Batteriearchitektur auf den Markt kommen.

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