BMW hat am Freitag im Umfeld des weltweiten Ausverkaufs bei KI- und Halbleiteraktien 3,0% verloren. Laut Tagesschau belastete die Verkaufswelle auch den deutschen Aktienmarkt. Bei BMW stehen daneben gesenkte Analystenziele und der angekündigte Umbau des Fahrzeugportfolios im Blickpunkt.
Analysten kürzen Ziele, behalten Empfehlungen
Deutsche Bank Research senkte am Donnerstag das Kursziel für BMW von 71 auf 66 Euro. Die Einstufung „Buy“ bestätigte das Analysehaus Medienberichten zufolge.
Bereits am Mittwoch hatte JPMorgan sein Kursziel von 82 auf 68 Euro reduziert und die Empfehlung „Overweight“ beibehalten. Analyst Jose M. Asumendi verwies auf angekündigte einmalige Belastungen sowie niedrigere Prognosen für das operative Ergebnis der Jahre 2026 und 2027.
Als zentrale Faktoren nannte Asumendi das China-Geschäft und die neue Modellpalette. Beide Häuser hielten damit trotz der niedrigeren Kursziele an ihren positiven Empfehlungen fest.
BMW hatte am Mittwoch seine Erwartung für die EBIT-Marge im Automobilsegment auf minus 0,5 bis plus 0,5 Prozent gesenkt. Der Ausblick gilt für das Geschäftsjahr 2026.
Zuvor hatte der Konzern eine Spanne von 1 bis 3 Prozent erwartet. Den Ausblick für den Free Cashflow beließ BMW bei über 2,5 Mrd. Euro.
Modellwechsel erreicht die Produktion
BMW begründete die ausgeweiteten Portfolio- und Strukturmaßnahmen unter anderem mit dem schnelleren Hochlauf der „Neuen Klasse“. Zugleich sollen ausgewählte ältere Fahrzeug- und Technologiegenerationen früher auslaufen. Für das vierte Quartal kündigte das Unternehmen Belastungen durch diese Maßnahmen an.
Einen konkreten Schritt beim Modellwechsel meldete BMW am Dienstag: Im Werk Dingolfing startete die Serienproduktion der achten Generation der BMW 3er Limousine. Zunächst fertigt das Werk Varianten mit Verbrennungsmotor. Plug-in-Hybridantriebe sollen ab 2027 hinzukommen.
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