Am Freitag schloss das Papier bei 58,28 Euro, ein Minus von 0,17 Prozent auf Tagessicht. Der Blick auf die längeren Zeiträume zeigt das Ausmaß der Talfahrt deutlicher: Binnen sieben Tagen verlor die Aktie 3,92 Prozent, auf Monatssicht summiert sich das Minus auf 13,84 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Rückgang von 39,24 Prozent zu Buche, gegenüber dem Stand vor zwölf Monaten sind es 31,50 Prozent weniger. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 35,38 Milliarden Euro.
Kurs nur knapp über dem Jahrestief
Vom 52-Wochen-Hoch bei 97,90 Euro, erreicht am 9. Dezember 2025, trennen die Aktie inzwischen 40,47 Prozent. Zum 52-Wochen-Tief von 57,06 Euro, aufgestellt am 30. Juni 2026, beträgt der Abstand dagegen nur noch 2,14 Prozent. Der Titel notiert damit 15,69 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 69,12 Euro und 28,95 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 82,03 Euro. Der Relative-Stärke-Index von 31,1 signalisiert eine überverkaufte Situation, während die auf 30 Tage berechnete annualisierte Volatilität mit 31,44 Prozent auf anhaltend nervöse Handelstage hindeutet.
China bleibt der wunde Punkt
Hintergrund der Schwäche ist der Absatzeinbruch deutscher Autobauer in China. Neben Volkswagen, Mercedes-Benz und Porsche verzeichnete auch BMW im zweiten Quartal 2026 einen Rückgang der China-Verkäufe im Bereich von 30 bis 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der chinesische Pkw-Markt insgesamt schrumpfte im ersten Halbjahr 2026 um rund 24 Prozent auf etwa 8,3 Millionen Fahrzeuge, die Beratungsgesellschaft AlixPartners rechnet für das Gesamtjahr mit einem Minus von 10 Prozent. Verschärft wird der Druck durch den wachsenden Marktanteil chinesischer Hersteller in Deutschland selbst: Er stieg von 2,3 Prozent im Jahr 2025 auf 3,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026.
Neuer X5 mit fünf Antriebsvarianten
Gegen den Gegenwind setzt BMW auf die kommende Generation des X5, die 2027 an den Start gehen soll. Das Modell wird mit fünf unterschiedlichen Antrieben angeboten: einem Benziner mit 394 PS, einem Plug-in-Hybrid mit 483 PS, einer Dieselvariante, einer Wasserstoffversion sowie einem vollelektrischen iX5 mit 570 PS. Der iX5 soll mit einem 144-kWh-Akku bis zu 700 Kilometer Reichweite erzielen und in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden können. Die Preise starten bei 71.250 US-Dollar, die Produktion beginnt ab August 2026 im Werk Spartanburg. Mit der breiten Antriebspalette will BMW regulatorische Unsicherheiten bei Elektromobilität abfedern und unterschiedliche Kundenpräferenzen weltweit gleichzeitig bedienen.
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