BMW treibt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm unbeirrt voran und rückt gleichzeitig in den Fokus eines wichtigen Investoren-Termins Ende September. Zwischen dem 31. August und dem 6. September erwarb der Autobauer 312.605 eigene Stammaktien im Rahmen des Programms 2025/2027. Allein am 2. September kaufte BMW 180.000 Aktien zu einem volumengewichteten Durchschnittskurs von 60,7378 Euro an Xetra zurück.
Der Rückkauf signalisiert Zuversicht des Managements in die eigene Bewertung, während die Aktie mit rund 62,92 Euro noch immer ein Drittel unter ihrem Stand vom Jahresanfang notiert. Zum 52-Wochen-Hoch von 97,90 Euro, das Anfang Dezember erreicht wurde, fehlen der Aktie derzeit 36 Prozent. Immerhin liegt der Kurs gut zwölf Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 56,40 Euro, das erst im Juli markiert wurde.
Capital Markets Day rückt in den Vordergrund
Am 29. und 30. September lädt BMW Investoren zum Capital Markets Day. Im Zentrum steht die Roadmap zur Neuen Klasse, wobei der iX3 als zentraler Treiber der Modelloffensive gilt. Der Termin gilt als kursrelevanter Ereignisblock, an dem Anleger konkretere Aussagen zur Profitabilität der neuen Fahrzeuggeneration erwarten dürften.
Parallel zur strategischen Vorbereitung investiert BMW in seine Fertigungskapazitäten. Im Werk Regensburg baute der Konzern eine neue Hochvolt-Batteriemodul-Vor-Montagelinie auf, um den Hochlauf der Neuen Klasse zu stemmen. Die Modernisierung erfolgte während einer geplanten Stillstandsphase vom 8. bis zum 30. August. Die Maßnahme zeigt, dass BMW trotz der angespannten Ertragslage weiter in die Elektrifizierung investiert.
Belastete Ausgangslage, geteilte Analystensicht
Der Hintergrund für die aktuelle Kurslage bleibt der deutliche Gewinnrückgang im zweiten Quartal, dem eine gesenkte Margenprognose vorausging. Diese Entwicklung erklärt, warum die Aktie trotz einer Erholung von sechs Prozent auf Monatssicht immer noch 17 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 76,12 Euro notiert – ein Zeichen dafür, dass der übergeordnete Abwärtstrend noch nicht überwunden ist.
Trotz der schwachen Zahlen bleiben mehrere Analysehäuser konstruktiv gestimmt. Die Deutsche Bank Research bestätigte am 2. September die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 90 Euro. Bernstein Research hatte Ende August die Einstufung „Outperform“ und ein Kursziel von 82 Euro bekräftigt.
Beide Kursziele liegen deutlich über dem aktuellen Kursniveau und signalisieren, dass die Analysten in der Neuen Klasse einen strukturellen Werttreiber sehen, der die kurzfristige Ergebnisschwäche überkompensieren könnte.
Für Anleger dürfte der Capital Markets Day damit zum entscheidenden Prüfstein werden: Bestätigt das Management die margenseitigen Erwartungen an die Neue Klasse, könnte dies die Lücke zwischen aktuellem Kurs und den Analystenzielen schließen helfen. Die fortgesetzten Aktienrückkäufe deuten derweil darauf hin, dass der Vorstand die derzeitige Bewertung als attraktiv einstuft.
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