Die Aktie von BMW bewegt sich auf einem Bewertungsniveau, das zuletzt während der Finanzkrise 2009 und zu Beginn der Pandemie 2020 erreicht wurde. Der Autobauer notiert derzeit bei etwa der Hälfte seines Buchwertes. Dabei blieben die Fahrzeugauslieferungen im Geschäftsjahr 2025 stabil, während Umsatz und Gewinn vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten um 6,3 Prozent beziehungsweise 11,5 Prozent zurückgingen.
Margen weit unter Pandemie-Niveau
Die konsolidierte operative Marge des Konzerns erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Ausnahmen bilden lediglich die Subprime-Krise und das Jahr 2020. Sowohl das Automobilsegment als auch der Finanzdienstleistungsbereich verzeichneten Betriebsgewinne, die rund ein Drittel unter den Werten von 2021 lagen. Die Rendite auf das Vermögen bewegt sich am unteren Ende der historischen Bandbreite.
Trotz amerikanischer Zölle, regulatorischer Hürden in Europa und Marktanteilsverlusten in China zeigt BMW eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Anders als Porsche hält der Münchner Hersteller an seinen Elektroambitionen fest. Langfristig soll die Hälfte der verkauften Fahrzeuge elektrisch angetrieben werden.
Bayerische Motoren Werke AG Aktie Chart
Dividende wächst langsamer als Inflation
Für das laufende Jahr schlägt BMW eine Dividende von 4,40 Euro je Stammaktie vor. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Ausschüttung lediglich um 25 Prozent, was nicht ausreicht, um die Inflation in Deutschland auszugleichen. Allerdings profitierten Aktionäre in den Jahren 2021, 2022 und 2023 von außerordentlichen Sonderzahlungen.
Die Bilanz des Unternehmens bleibt solide. Dennoch erreichte BMW im Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn je Aktie von knapp 12 Euro, verglichen mit 13 Euro im Jahr 2018. Damals notierte die Aktie zuletzt auf Höhe des Buchwertes, abgesehen von der Pandemiezeit.
Mit einem Abschlag zum Buchwert und einer Dividendenrendite von über 5 Prozent sendet der Markt ein deutliches Signal: Anleger zweifeln offenbar an der Fähigkeit von BMW, künftig wieder Gewinnwachstum zu erzielen. Bleibt die Frage, wie realistisch diese Einschätzung angesichts der strukturellen Herausforderungen der Branche tatsächlich ist.
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