Die US-Bank JPMorgan hält an ihrem optimistischen Kursziel für BMW fest. Am Aktienmarkt verpufft diese Zuversicht völlig. Die Folge: Das Papier markierte am Montag ein neues 52-Wochen-Tief bei 68,96 Euro. Auslöser ist eine trübe Prognose für das kurzfristige Autogeschäft.
Schwächere Marge im Fokus
Analyst Jose Asumendi belässt seine Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 100 Euro. Parallel dazu senkt der Experte seine Erwartungen für das laufende Jahresviertel.
Er rechnet im Automobilsegment nur noch mit einer operativen Marge von fünf Prozent. Der Marktkonsens geht aktuell von einem halben Prozentpunkt mehr aus. BMW selbst peilt für das Gesamtjahr einen Korridor zwischen vier und sechs Prozent an.
Aktie stark überverkauft
An der Börse dominiert die Skepsis. Die Aktie notiert aktuell bei 70,10 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf fast 27 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt deutliche 17,23 Prozent.
Ein technisches Detail fällt auf. Der Relative-Stärke-Index der vergangenen zwei Wochen liegt bei 28,5. Damit gilt das Papier formell als überverkauft. Eine schnelle Gegenbewegung bleibt bislang aus.
Auszeichnung für den Chef
Abseits der Kursverluste sammelt das Management Pluspunkte. Der bis Mai amtierende CEO Oliver Zipse und sein Team erhalten den „Deutschen Image Award 2026“. Das F.A.Z. Institut würdigt damit die stabile Kommunikation an der Konzernspitze. Die Verleihung findet im September in Frankfurt statt.
Im operativen Geschäft richten sich alle Blicke auf den laufenden Monat. Die Verkaufszahlen für Juni entscheiden maßgeblich über das Halbjahresergebnis. Liefert BMW hier schwache Daten, drohen weitere Anpassungen der Markterwartungen nach unten. Die nächsten Quartalsergebnisse folgen im Laufe des dritten Quartals.
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