BMW Aktie: 13 Prozent US-Absatzplus

BMW verzeichnet starkes US-Wachstum im zweiten Quartal, während die China-Schwäche die Prognose belastet. Aktienrückkäufe stützen den Kurs.

Auf einen Blick:
  • US-Absatz steigt um 13 Prozent
  • China-Schwäche drückt auf Prognose
  • Neues Aktienrückkaufprogramm gestartet
  • Analysten-Call am 10. Juli erwartet

BMW steckt tief in der Krise. Auf Jahressicht steht ein Kursminus von 36,76 Prozent zu Buche. Doch aus den USA kommen frische Zahlen, die zumindest kurzfristig Hoffnung machen.

Die Aktie schloss am Freitag bei 60,66 Euro. Das entspricht einem moderaten Plus von 0,26 Prozent. Auf Wochensicht steht sogar ein Zuwachs von 2,92 Prozent zu Buche – ein kleines Lebenszeichen nach schwachen Wochen.

Starkes US-Geschäft stützt den Ausblick

China bereitet BMW seit Wochen Kopfzerbrechen. Die dortige Schwäche zwang das Management Mitte Juni zu einer deutlichen Prognosesenkung. Die EBIT-Marge im Automobilsegment soll nun nur noch zwischen 1 und 3 Prozent liegen.

Aus den USA kommt nun ein Gegensignal. Im zweiten Quartal 2026 steigerte BMW den Absatz dort um 13,0 Prozent auf 102.713 Fahrzeuge. Bemerkenswert ist die Breite des Wachstums: Pkw-Modelle legten um 12,8 Prozent zu, SUVs um 13,2 Prozent.

Beide Fahrzeugklassen wachsen damit fast im Gleichschritt. Das spricht für eine breit verankerte Nachfrage in den USA, nicht nur für einen Trend in einem einzelnen Segment. Investoren lesen das als Beleg, dass die Marke BMW im Westen weiterhin Preismacht besitzt.

Fokus auf Kapitalrückführung und Dividende

Trotz der Probleme im operativen Geschäft hält BMW an seinen Zusagen für Aktionäre fest. Der freie Barmittelzufluss im Automobilgeschäft soll weiterhin über 2,5 Milliarden Euro liegen. Das gilt selbst nach der gesenkten Prognose.

Mit einer Dividendenrendite von rund 5,4 Prozent wird die Aktie für Value-Anleger interessanter. Hinzu kommt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Seit dem 1. Juli läuft eine neue Tranche mit einem Volumen von bis zu 625 Millionen Euro.

Diese Rückkäufe schaffen strukturelle Nachfrage am Markt. Sie könnten dem Kurs in den kommenden Monaten eine gewisse Stütze geben.

Charttechnik bleibt angespannt

Die technische Lage zeigt weiterhin Stress. Das Papier notiert nur 6,31 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 57,06 Euro, markiert erst am 30. Juni. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 71,09 Euro beträgt der Abstand -14,67 Prozent.

Der RSI liegt bei 35,4. Das deutet auf eine überverkaufte Situation hin – ein Bereich, in dem Gegenbewegungen häufiger einsetzen.

Vom 200-Tage-Durchschnitt bei 82,56 Euro trennen die Aktie mittlerweile 26,53 Prozent. Der Blick auf das 52-Wochen-Hoch von 97,90 Euro aus dem Dezember zeigt das Ausmaß des Rückgangs besonders deutlich.

Wochenvorschau: Analysten-Call im Blick

Für die kommende Handelswoche zählt ein Termin besonders: Freitag, der 10. Juli 2026. An diesem Tag findet ein Analysten-Call statt, der Details zur Geschäftsentwicklung und zur Lagerbestandssteuerung in China liefern soll.

Dieser Call gilt als wichtiger Vorbote. Der offizielle Halbjahresbericht folgt am 30. Juli. Bis dahin dürfte der Markt jede Nachricht aus China genau abwägen – gegen das positive Signal aus den USA.

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