BlueScope-Aktie: Buffett lässt grüßen!

Der australische Stahlkonzern BlueScope Steel verdoppelte seinen Halbjahresgewinn und lehnte ein Übernahmeangebot ab.

Auf einen Blick:
  • BlueScope lehnte im Januar ein Übernahmeangebot von 30 australischen Dollar je Aktie ab
  • Der Halbjahresgewinn verdoppelte sich auf 382 Millionen australische Dollar
  • Das Unternehmen plant ein Aktienrückkaufprogramm über 310 Millionen australische Dollar
  • Die Aktie schwankte zwischen plus 3,2 Prozent und minus 3,3 Prozent am Handelstag

Die Parallelen sind verblüffend. Erst vor Kurzem hat Warren Buffetts Berkshire Hathaway die komplette BYD-Position verkauft und die Kurse zum Absturz gebracht. Jetzt zeigt Bluescope Steel, wie man es anders macht. Der australische Stahlkonzern hat im Januar ein Übernahmeangebot über 13,2 Milliarden australische Dollar von Steel Dynamics und SGH einfach abgelehnt. Die gebotenen 30 australische Dollar je Aktie? Zu wenig, befand das Management.

Heute legte BlueScope dann Zahlen vor, die diese Selbstsicherheit durchaus rechtfertigen. Der Halbjahresgewinn verdoppelte sich auf 382 Millionen australische Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 349,2 Millionen deutlich. CEO Tania Archibald kündigte an, insgesamt 3 australische Dollar je Aktie an die Aktionäre zurückzugeben. Dazu kommt ein Rückkaufprogramm über 310 Millionen australische Dollar.

Organisches Wachstum statt Übernahme-Chaos

Die Strategie ist klar. BlueScope will in den USA wachsen, aber auf eigene Faust. Die Kapazität im Werk North Star in Ohio soll von 3 auf 3,3 Millionen Tonnen jährlich steigen. Weitere Expansion ist geplant. Archibald betonte im Bloomberg-Interview, dass man genug Kapital auf der Bilanz habe, um das Wachstum selbst zu finanzieren. Keine Abhängigkeit von Übernehmern, keine Zerschlagung des Konzerns.

Die Aktie reagierte dennoch nervös. Nach einem Plus von 3,2 Prozent drehte der Kurs ins Minus und schloss 2,7 Prozent tiefer bei 28,37 australischen Dollar. Manche Investoren hatten wohl auf ein höheres Übernahmeangebot spekuliert, vielleicht 35 oder 40 australische Dollar. Diese Hoffnung ist vorerst verflogen.

Für das zweite Halbjahr rechnet BlueScope mit einem operativen Gewinn zwischen 620 und 700 Millionen australischen Dollar. Die Zahlen stimmen, die Strategie ist solide. Jetzt muss das Management nur noch beweisen, dass organisches Wachstum tatsächlich mehr bringt als ein schneller Exit zu einem vermeintlich niedrigen Preis. Die nächsten Monate werden zeigen, ob BlueScope recht behält oder ob die Aktionäre am Ende doch einem verpassten Deal nachtrauern.

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