Die Aktie von Bluescope Steel steht heute unter Druck. Die Notierungen verloren zeitweise knapp 5 %, bevor sich eine leichte Erholung einstellte. Am Ende des Handelstags stand ein Minus von 2,33 % zu Buche. Der Grund für die Kursverluste ist schnell gefunden. Das australische Stahlunternehmen hat das überarbeitete Übernahmeangebot des Konsortiums aus SGH und dem US-Konzern Steel Dynamics in Höhe von 15 Milliarden australischen Dollar abgelehnt.
Der Vorstand von BlueScope macht deutlich, dass der gebotene Preis von 34 australischen Dollar je Aktie nicht ausreicht. Nach Abzug einer Sonderdividende von 1 australischen Dollar und der Zwischendividende von 0,65 australischen Dollar liegt das effektive Angebot bei nur 32,35 australischen Dollar. Das ist dem Management zu wenig. Besonders kritisch sieht der Vorstand die Bewertung der nordamerikanischen Geschäftsbereiche, die im Zuge der Übernahme an Steel Dynamics verkauft werden sollen.
Fünfte Absage, aber die Tür bleibt offen
Es ist bereits die fünfte Absage, die BlueScope Steel dem US-Konzern Steel Dynamics erteilt. Dennoch signalisiert Vorstandschefin Jane McAloon in einem Brief an die Bieter Gesprächsbereitschaft. Voraussetzung ist allerdings, dass das Konsortium seine Bewertungsgrundlagen offenlegt und den Preis erhöht. Zudem lehnt BlueScope die Forderung ab, das Angebot den Aktionären zu empfehlen, bevor eine Due Diligence durchgeführt wurde.
Investoren wie VanEck und Milford Asset Management zeigen sich gelassen. Sie sehen in der Ablehnung keine endgültige Absage, sondern eine Verhandlungstaktik. BlueScope hat mit der Ankündigung weiterer Dividenden in Höhe von 1,35 australischen Dollar je Aktie für 2026 bereits Signale gesetzt. Die Frage ist nun, ob SGH und Steel Dynamics nachbessern oder ob die Australier auf eigene Faust weiter wachsen. Der Markt wird es in den kommenden Wochen zeigen.
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