Die Stimmung im Private-Credit-Sektor ist angespannt. Doch Blue Owl Capital bleibt gelassen. Co-CEO Doug Ostrover stellte am Donnerstag auf dem Asia Pacific Financial and Innovation Symposium in Melbourne klar, dass das Unternehmen keine Zunahme von Kreditausfällen verzeichnet. „Wir sehen keine Anzeichen für Probleme“, betonte er und zeigte sich „vorsichtig optimistisch“ für die nahe Zukunft.
Die Portfoliounternehmen von Blue Owl zeigen ein Umsatzwachstum von 8% bis 10%, bei ähnlichen Zuwächsen auf der Gewinnseite. Das klingt nicht nach einer Branche in der Krise. Dennoch musste Blue Owl wie mehrere Wettbewerber zuletzt eine Welle von Rücknahmen aus Retail-Fonds verkraften. Ares Management und Apollo Global Management haben diese Woche sogar Abhebungen aus bestimmten Fonds begrenzt.
Blue Owl Capital Inc. Aktie Chart
Die große Diskrepanz zwischen Schlagzeilen und Realität
Ostrover ist nicht allein mit seiner positiven Einschätzung. Blackstones Co-Chief Investment Officer Kenneth Caplan sprach auf demselben Symposium von „sehr niedrigen Ausfallraten“ im Portfolio. Apollo-Präsident Jim Zelter sieht in den dramatischen Schlagzeilen sogar Chancen und betont, dass es keine Anzeichen für systemische Risiken im Private Credit gibt. Die Führungsetage der großen Player ist sich einig, dass zwischen Medienberichten und der tatsächlichen Performance eine gewaltige Lücke klafft.
Interessant ist Ostrovers Eingeständnis zur Kommunikation mit Retail-Investoren. Die Branche hätte die Liquiditätsbeschränkungen dieser Anlageklasse deutlicher erklären müssen. „Zwischen uns und den Beratern, die unsere Produkte verkaufen, haben wir das nicht klar genug gemacht“, räumte er ein. Das könnte erklären, warum viele Anleger jetzt nervös werden, obwohl die fundamentalen Daten solide bleiben. Für Blue Owl und die Branche wird entscheidend sein, ob diese Botschaft bei den Investoren ankommt.
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