Die Stimmung rund um Blue Owl Capital ist heute alles andere als gut. Die Aktie des Vermögensverwalters sackte zeitweise um 9,4 % ab und näherte sich damit dem Zweijahrestief aus dem Februar. Der Grund ist schnell gefunden. Blue Owl stoppt die quartalsweisen Rücknahmen bei seinem Privatkredit-Fonds OBDC II komplett.
Stattdessen will das Unternehmen Kapital über Ausschüttungen zurückzahlen, die durch Kreditrückzahlungen oder Vermögensverkäufe finanziert werden. Gleichzeitig verkaufte Blue Owl Kreditinvestitionen im Wert von rund 1,4 Milliarden Dollar an institutionelle Investoren. Die Käufer sind nordamerikanische Pensionsfonds und Versicherungen.
Die Nachricht wirft ein Schlaglicht auf die Risiken im schnell wachsenden Privatkredit-Markt. Zwar können Anleger normalerweise quartalsweise einen Teil ihres Kapitals zurückfordern. Doch wenn die Rücknahmewünsche die festgelegten Grenzen überschreiten, wird es eng.
Mohamed El-Erian warnt vor dem Kanarienvogel
Mohamed El-Erian, ehemaliger Chef von Pimco, stellte öffentlich die Frage, ob dies ein Kanarienvogel-Moment für Private Credit sei. Ähnlich wie im August 2007, als erste Risse im Finanzsystem sichtbar wurden. Die Skepsis gegenüber Bewertungen und der Qualität der Kredite im 1,8 Billionen Dollar schweren Markt wächst seit Monaten.
Craig Packer, Mitgründer von Blue Owl, verteidigte den Schritt. Der Verkauf der Kredite zu 99,7 % des Nennwerts sei ein starkes Signal. Man setze sein Geld dort ein, wo der Mund sei. Bis Ende des Jahres könnte die Hälfte des Anlegerkapitals zurückgezahlt werden, so Packer.
Besonders brisant ist die Lage beim Tech-Fonds OTIC. Dort erreichten die Rücknahmegesuche zuletzt 15 % des Nettovermögens. Die Anleger wollen raus. Und Blue Owl muss jetzt beweisen, dass die Bewertungen stimmen und die Kredite tatsächlich so gut sind wie behauptet. Der Markt bleibt skeptisch.
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