Bloom Energy Aktie: Über neun Prozent Minus

Bloom Energy fällt um neun Prozent, obwohl Brookfield den Finanzierungsrahmen auf 25 Milliarden Dollar erhöht. Index-Umstellung von Russell 2000 auf 1000 löst Verkaufsdruck aus.

Auf einen Blick:
  • Milliarden-Finanzierung für KI-Rechenzentren
  • Aktie trotzdem mit neun Prozent Minus
  • Indexaufstieg löst Verkaufsdruck aus
  • Kurszielanhebung auf 285 Dollar

Ein Finanzierungsdeal über 25 Milliarden US-Dollar treibt Aktienkurse normalerweise kräftig in die Höhe. Bei Bloom Energy passiert am Donnerstag genau das Gegenteil. Die Aktie bricht um über neun Prozent auf 230,00 Euro ein. Anleger nehmen nach einer rasanten Rally massiv Gewinne mit.

Riesendeal für Rechenzentren

Erst am Mittwoch jubelte der Markt. Brookfield Asset Management vervielfachte den Finanzierungsrahmen für Bloom von fünf auf 25 Milliarden Dollar. Das Geld fließt gezielt in Brennstoffzellen-Projekte für KI-Rechenzentren. Ein starker Hebel für das operative Geschäft.

Analysten reagieren überraschend verhalten. Roth Capital hob das Kursziel zwar auf 285 Dollar an. Die Experten belassen die Einstufung aber auf „Neutral“. Wells Fargo rät unverändert zum Halten. Der Grund liegt in der sportlichen Bewertung. Bloom handelt an der Börse mit dem 117-fachen der erwarteten Gewinne.

Mechanischer Verkaufsdruck

Diese hohe Bewertung erklärt den aktuellen Kursrutsch nur bedingt. Die Hauptursache ist struktureller Natur. Bloom Energy stieg diese Woche vom Nebenwerte-Index Russell 2000 in den marktbreiten Russell 1000 auf. Die Folge: massiver Verkaufsdruck.

Zuvor war Bloom das unangefochtene Schwergewicht im Nebenwerte-Barometer. Small-Cap-Fonds müssen die Aktie nach dem Indexaufstieg zwingend abstoßen. Die Index-Tracker des großen Russell 1000 bauen ihre neuen Positionen aber erst nach und nach auf. Dieses Ungleichgewicht drückt den Kurs momentan rein mechanisch nach unten.

Trotz des scharfen Rücksetzers bleibt das langfristige Bild stark. Auf Jahressicht verzeichnet Bloom Energy noch immer ein Plus von rund 1.100 Prozent. Seit Januar steht ein Gewinn von gut 173 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Relative-Stärke-Index pendelt sich aktuell bei 46 Punkten im neutralen Bereich ein. Sobald die großen Fonds ihre Portfolios vollständig angepasst haben, endet der indexgetriebene Abgabedruck auf die Aktie.

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