Bloom Energy-Aktie: Oracle-Deal katapultiert Kurs nach oben!

Bloom Energy erhält von Oracle einen Großauftrag für bis zu 2,8 Gigawatt Brennstoffzellen. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursanstieg im regulären und nachbörslichen Handel.

Auf einen Blick:
  • Oracle-Deal auf bis zu 2,8 Gigawatt ausgeweitet
  • Initiale Kapazität von 1,2 Gigawatt bereits kontrahiert
  • Aktie legte im nachbörslichen Handel um 9,7 Prozent zu
  • Kurs hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt

Manchmal reicht eine einzige Meldung, um einen Handelstag zu definieren. Am Montag war es diese: Bloom Energy und Oracle weiten ihre Partnerschaft erheblich aus. Bis zu 2,8 Gigawatt Brennstoffzellenkapazität soll Bloom Energy an Oracle liefern. Der reguläre Handel schloss mit einem Plus von 6 Prozent bei 176,67 Dollar, im nachbörslichen Handel ging es dann nochmals um 15 Prozent auf 203,90 Dollar nach oben.

Bloom Energy Corporation Aktie Chart

1,2 Gigawatt schon fest, der Rest folgt

Von den 2,8 Gigawatt sind zunächst 1,2 Gigawatt fest kontraktiert, die Auslieferung soll bis ins nächste Jahr laufen. Der Rest ist als Rahmenvereinbarung zu verstehen. Demnach soll die Partnerschaft Oracles Ausbau von KI- und Cloud-Infrastruktur unterstützen. Mahesh Thiagarajan, Executive Vice President bei Oracle Cloud Infrastructure, formulierte es so: „Durch den zügigen Einsatz der zuverlässigen und effizienten Brennstoffzellentechnologie von Bloom können wir die Anforderungen unserer Kunden in den gesamten USA schnell erfüllen.“

Das Argument dahinter ist bekannt, aber es wird nicht kleiner: Der Energiehunger von Rechenzentren wächst schneller als das klassische Stromnetz liefern kann. Bloom Energy positioniert sich dabei als Anbieter dezentraler, stationärer Energieversorgung direkt am Standort. Für Oracle ist das wohl eine Frage der Geschwindigkeit, denn Netzanschlüsse dauern, Brennstoffzellen nicht.

Die Aktie hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt

Wer Bloom Energy zu Jahresbeginn im Depot hatte, kann sich nicht beklagen. Die Aktie hat ihren Wert in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Der Oracle-Deal ist dabei nicht der einzige Treiber, aber er ist der bislang sichtbarste Beweis, dass die Nachfrage nach dieser Art von Energielösung real ist und nicht nur auf dem Papier existiert.

Ob 2,8 Gigawatt am Ende wirklich abgerufen werden, steht auf einem anderen Blatt. Rahmenvereinbarungen sind keine Garantien. Aber 1,2 Gigawatt fest, der Rest als Option, und ein Kunde namens Oracle, der seinen KI-Ausbau nicht bremsen will. Das ist schon eine Ansage.

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