Die Aktie von Bloom Energy legte heute vorbörslich um 13,95 Prozent zu, nachdem American Electric Power einen Großauftrag über 2,65 Milliarden Dollar bekannt gegeben hatte. Der Energieversorger will Festoxid-Brennstoffzellen von Bloom Energy für eine geplante Anlage in Wyoming erwerben. Die Größenordnung des Deals überrascht den Markt.
American Electric Power teilte mit, dass eine nicht regulierte Tochtergesellschaft bereits im November 2025 eine Vereinbarung mit Bloom Energy unterzeichnet hatte. Diese sah zunächst den Kauf von 100 Megawatt an Festoxid-Brennstoffzellen vor, mit einer Option auf weitere 900 Megawatt. Diese Option wurde zu Beginn dieser Woche ausgeübt, was das Volumen des Deals erheblich vergrößert.
Langfristiger Abnahmevertrag gibt Planungssicherheit
American Electric Power hat zudem einen 20-jährigen Abnahmevertrag mit einem nicht namentlich genannten Kunden abgeschlossen, der über eine hohe Bonität verfügen soll. Dieser Kunde wird die gesamte Leistung der geplanten Anlage in Wyoming abnehmen. Allerdings stehen noch bestimmte Bedingungen aus, deren Erfüllung American Electric Power bis zum zweiten Quartal 2026 erwartet.
Das Unternehmen hat sich für den Fall abgesichert, dass diese Bedingungen nicht erfüllt werden. In diesem Szenario würde American Electric Power für sämtliche bereits angefallenen Kapital- und Betriebskosten finanziell entschädigt. Diese Absicherung dürfte das Risiko für den Energieversorger begrenzen.
Brennstoffzellen als Baustein der Energiewende
Festoxid-Brennstoffzellen wandeln chemische Energie direkt in elektrische Energie um und gelten als effiziente Technologie für die dezentrale Stromerzeugung. Bloom Energy hat sich auf diese Technologie spezialisiert und beliefert verschiedene Industriekunden. Der aktuelle Deal zeigt, dass Energieversorger zunehmend auf alternative Erzeugungstechnologien setzen.
Die Dimensionen des Projekts werfen Fragen auf. Wer ist der ungenannte Großkunde mit dem enormen Energiebedarf? Und lässt sich die Anlage tatsächlich in dem geplanten Zeitrahmen realisieren? Die kommenden Quartale werden zeigen, wie belastbar die Vereinbarungen sind und welche Rolle Brennstoffzellen künftig in der Energieversorgung spielen könnten.
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