Rechenzentren für Künstliche Intelligenz fressen Strom. Bloom Energy liefert mit seinen Brennstoffzellen genau diese Energie. Das Geschäft brummt gewaltig. Parallel dazu formiert sich eine mächtige Konkurrenz.
Konkurrenz rüstet auf
Strommangel bremst den Ausbau der KI-Infrastruktur. Laut einer Umfrage von Bloom Energy wollen 61 Prozent der Entwickler ihren Strom selbst erzeugen. Das öffentliche Netz liefert oft nicht genug Kapazität. Hier setzt Bloom Energy an. Das Unternehmen baut Festoxid-Brennstoffzellen für den Einsatz direkt vor Ort.
Der Markt lockt allerdings Schwergewichte an. Chevron und Microsoft setzen zunehmend auf Gasturbinen für die lokale Stromerzeugung. Zeitgleich finanziert das US-Energieministerium neue Atomreaktoren für genau diesen Zweck. Diese Großprojekte greifen die Marktanteile von Bloom Energy direkt an.
Zahlen sprengen Erwartungen
Finanziell surft Bloom Energy auf einer Erfolgswelle. Zum Jahresstart kletterte der Umsatz auf 751,1 Millionen US-Dollar. Das ist ein Plus von gut 130 Prozent zum Vorjahr. Besonders das Produktgeschäft explodierte förmlich.
Auch die Profitabilität steigt. Die bereinigte Bruttomarge erreichte 31,5 Prozent. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Der Konzern meldet einen Produktbestand von sechs Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen Serviceverträge im Wert von rund 14 Milliarden US-Dollar.
Das Ziel: noch mehr Wachstum. Das Management hat die Jahresprognose für 2026 angehoben. Bloom Energy erwartet nun Erlöse von bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn soll bei mindestens 600 Millionen US-Dollar liegen.
Aktie im Höhenrausch
An der Börse spiegelt sich diese Dynamik wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet die Aktie ein Plus von über 1.000 Prozent. Am Montag schloss das Papier bei 241,00 Euro.
Zuletzt kühlte der Kurs jedoch etwas ab. Vor wenigen Tagen markierte der Titel ein Rekordhoch bei 308,50 Euro. Seitdem gab der Wert auf Wochensicht um fast 15 Prozent nach.
Die hohe Volatilität bleibt ein ständiger Begleiter. Mit den prallen Auftragsbüchern im Rücken muss Bloom Energy nun beweisen, dass es die neue Konkurrenz auf Abstand halten kann.
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