Ein Aufwärtstrend am Freitag gab Bloom Energy neuen Schwung. Die Aktie des Brennstoffzellen-Spezialisten legte um knapp vier Prozent zu und schloss bei 223,50 Euro. Auslöser: gleich mehrere Analystenstimmen und ein vielversprechender Großauftrag.
Daiwa stufte die Papiere auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 324 Dollar. Der Analyst erwartet bessere Auftragszahlen, höhere Kapazitäten und steigende Margen. UBS zog nach, hob das Kursziel auf 322 Dollar und blieb bei „Buy“. Die optimistischen Bewertungen liegen nun zwischen 260 und 320 Dollar.
Milliardendeal mit Nebius
Ein neuer Rahmenvertrag mit dem Cloud-Anbieter Nebius gibt zusätzlichen Rückenwind. Das Abkommen könnte Bloom Energy bis zu 2,6 Milliarden Dollar einbringen. Geplant sind 328 Megawatt installierte Brennstoffzellen-Kapazität und langfristige Serviceverträge.
Der CEO betonte parallel dazu, dass das Unternehmen trotz wachsender Nachfrage von KI-Rechenzentren und einem bereits bekannten Stromdeal mit Oracle keine Kapitalerhöhung plane. Diese Aussage ließ den Kurs deutlich anziehen.
Volatilität bleibt
Die Woche verlief allerdings nicht durchweg positiv. Am 10. Juni war bekannt geworden, dass der Entwickler Crusoe die Arbeiten an einem 1,8-Gigawatt-Datacenter-Campus pausiert hatte – ein Projekt, das teilweise mit Bloom-Brennstoffzellen versorgt werden sollte. Morgan Stanley zeigte sich dennoch zuversichtlich, bestätigte das „Overweight“-Rating und das Kursziel von 310 Dollar. Vertragliche Klauseln mit dem Kunden AEP schützten die Gewinne des Unternehmens, so die Begründung.
Auf Wochensicht verlor die Aktie 2,83 Prozent, über 30 Tage gerechnet sogar 9,70 Prozent. Die Langfristbilanz bleibt beeindruckend: Seit Jahresbeginn notiert Bloom Energy 165 Prozent im Plus, auf Zwölfmonatssicht sogar über 1.000 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 282 Euro – rund 20 Prozent über dem aktuellen Niveau. Der RSI von 49 signalisiert eine neutrale Marktlage.
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