BlackRock hält an seiner optimistischen Haltung für US-Aktien fest. Der weltgrößte Vermögensverwalter belässt die Gewichtung von Aktien in seinen Modellportfolios bei einer Übergewichtung von 3 Prozent, wie aus einem Investmentausblick hervorgeht. Dies gilt trotz des Krieges im Iran und wachsender Bedenken über die Ausgaben für künstliche Intelligenz.
Die Entscheidung bedeutet allerdings nicht, dass BlackRock untätig bleibt. Vielmehr nimmt das Unternehmen erhebliche Umschichtungen innerhalb seiner 220 Milliarden Dollar schweren Modellplattform vor. Am Donnerstag flossen Milliarden zwischen den entsprechenden Exchange Traded Funds, wie Daten von Bloomberg zeigen.
Verschiebung weg von den Schwergewichten
Der iShares Core S&P 500 ETF verzeichnete Abflüsse von 8,2 Milliarden Dollar, während der iShares S&P 100 ETF weitere 7,7 Milliarden Dollar verlor. Im Gegenzug flossen 3,3 Milliarden Dollar in den aktiv verwalteten iShares Large Cap Core Active ETF. Auch der iShares MSCI EAFE Growth ETF und der iShares Russell 1000 Value ETF verzeichneten Zuflüsse von 1,7 beziehungsweise 1,6 Milliarden Dollar.
Michael Gates, leitender Portfoliomanager für die Target Allocation ETF Modellportfolios von BlackRock, beschreibt dies als „Verfeinerung der Positionierung, nicht als Rückzug aus Aktien“. Das Portfolio bleibe auf Wachstum ausgerichtet, füge aber Engagements in einer breiteren Palette von Aktien mit unterschätzten oder sich verbessernden Fundamentaldaten hinzu. Häufig würden diese Unternehmen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz unterstützt.
Anleihen als Stabilitätsanker neu positioniert
Auch im Rentenbereich nimmt BlackRock Anpassungen vor. Der iShares US Treasury Bond ETF verzeichnete mit 3,4 Milliarden Dollar einen Rekordzufluss. Gleichzeitig verlor der iShares J.P. Morgan USD Emerging Markets Bond ETF 1,1 Milliarden Dollar, während aus zwei Hochzinsanleihen-Fonds des Unternehmens zusammen knapp 900 Millionen Dollar abflossen.
Gates begründet dies mit engen Spreads bei Unternehmensanleihen, die eine „begrenzte Kompensation für das Risiko“ böten. BlackRock reduziere daher das Engagement zugunsten von Staatsanleihen. Dies drücke keine defensive Makro-Sicht aus, sondern positioniere festverzinsliche Wertpapiere neu, um eine traditionellere Ausgleichsrolle zu spielen.
Die Bedeutung dieser Umschichtungen dürfte kaum zu unterschätzen sein. Bloomberg Intelligence schätzt, dass derzeit rund 3 Billionen Dollar in Modellportfolios stecken, was etwa 22 Prozent aller ETF-Vermögen entspricht. Wie sich die Wette auf unterschätzte Aktien und die Neubewertung der Anleihenstrategie auszahlen wird, bleibt in einem von geopolitischen Risiken geprägten Umfeld abzuwarten.
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