Während der Investmenttrust weiter fleißig eigene Aktien vom Markt nimmt, baut ein aktivistischer US-Investor im Hintergrund seine Position aus – nicht durch klassischen Aktienkauf, sondern über Derivate. Diese Kombination aus Rückkaufprogramm und Swap-basiertem Beteiligungsaufbau wirft ein Licht auf die Dynamik rund um den Trust.
Rückkauf läuft weiter
Der Trust erwarb 50.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 262,50 Pence, die zur Verwahrung im eigenen Bestand vorgesehen sind. Nach Abwicklung am 10. Juli 2026 wächst der Bestand eigener Aktien auf 53.578.655 Papiere – das entspricht 17,94 Prozent des gesamten ausgegebenen Kapitals. Der Trust setzt damit eine Praxis fort, die den Anteil der im eigenen Bestand gehaltenen Aktien kontinuierlich erhöht.
Saba nutzt Swap-Konstruktion
Parallel dazu meldet Saba Capital Management eine Bewegung vom 24. Juni 2026: Die Gesamtposition aus Stimmrechten und Finanzinstrumenten stieg von 12,07 auf 14,68 Prozent. Auffällig ist die Struktur dahinter.
Nur 2,05 Prozent hält Saba direkt über Aktien. Der Löwenanteil von 12,63 Prozent läuft über einen Total Return Swap mit Fälligkeit am 15. Dezember 2026 – ein Instrument, das wirtschaftliches Engagement ohne direkten Aktienbesitz ermöglicht. Hinter der Meldung steht letztlich Boaz Weinstein als kontrollierende Person der Fondsgesellschaft.
Eine aktuellere Offenlegung vom 1. Juli 2026 zeigt bereits einen leicht rückläufigen Stand von 13,01 Prozent. Der Investor bewegt sich also weiterhin dynamisch um diese Marke, statt eine statische Position zu halten.
Für den weiteren Verlauf bleiben zwei Termine im Blick: Der Total Return Swap läuft bis zum 15. Dezember 2026, bis dahin könnte sich Sabas Engagement noch mehrfach verschieben. Gleichzeitig dürfte der Trust sein Rückkaufprogramm fortsetzen – mit jeder weiteren Transaktion sinkt die Zahl der frei handelbaren Aktien, was das Kräfteverhältnis zwischen Management und Großaktionär weiter verschiebt.
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