BlackRock Greater Europe Investment Trust setzt sein Rückkaufprogramm fort — und kauft dabei spürbar unter dem Wert des eigenen Portfolios ein. Für Anleger, die den Abschlag zum Nettoinventarwert im Blick behalten, liefern die jüngsten Meldungen frische Rechengrundlage.
Am Donnerstag erwarb der Trust 25.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 595,22 Pence je Stück. Die Papiere wandern in den Treasury-Bestand und tragen künftig keine Stimmrechte mehr. Die Abwicklung erfolgt am 20. Juli 2026.
Deutlicher Abschlag zum Portfoliowert
Der Kaufpreis liegt klar unter dem inneren Wert des Fonds. Zum Handelsschluss am 15. Juli 2026 wies der Trust einen Nettoinventarwert von 629,90 Pence auf reiner Kapitalbasis aus, unter Einbeziehung der laufenden Erträge waren es 638,84 Pence.
Damit kaufte der Trust seine eigenen Anteile mit einem Abschlag zwischen 5,5 und 6,8 Prozent zum jeweiligen Nettoinventarwert zurück. Ein Rückkauf unter dem inneren Wert gilt üblicherweise als wertsteigernd für die verbleibenden Anteilseigner, da er den Nettoinventarwert je verbliebener Aktie rechnerisch stützt.
Der Treasury-Bestand wächst dadurch weiter. Nach Abwicklung der jüngsten Transaktion werden 27.530.937 Aktien in den eigenen Beständen liegen — das entspricht 23,35 Prozent des gesamten ausgegebenen Kapitals von 117.928.938 Aktien einschließlich der Treasury-Anteile.
Stimmrechtsbasis zum Nachrechnen
Für die Meldeschwellen nach den britischen Transparenzregeln zählt allerdings nur das Kapital ohne Treasury-Bestand. Zum 17. Juli 2026 lag das ausgegebene Kapital bei 90.423.001 Stammaktien, exklusive 27.505.937 Aktien im Eigenbestand. Genau diese Zahl müssen Investoren als Nenner verwenden, wenn sie prüfen, ob eine Meldepflicht für ihre Beteiligung ausgelöst wird.
Mit der Abwicklung am 20. Juli 2026 sinkt die maßgebliche Stimmrechtsbasis auf 90.398.001 Aktien. Der Trend bleibt damit unverändert: Das Rückkaufprogramm reduziert Woche für Woche die Zahl der stimmberechtigten Anteile am Markt.
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