Bitcoin: Strategy verkauft 216 Millionen Dollar

Strategy Inc. veräußert Bitcoin-Bestände für 216 Mio. Dollar zur Dividendenfinanzierung. Trotz Milliardenverlust hält der Konzern an 843.775 BTC fest.

Auf einen Blick:
  • Größter Bitcoin-Verkauf seit sechs Jahren
  • Erlös fließt in Vorzugsdividenden und Cash-Reserven
  • Bitcoin-Kurs erholt sich auf 63.055 Dollar
  • Institutionelle Anleger investieren wieder in ETFs

Strategy Inc. sorgt für Unruhe am Kryptomarkt. Der Konzern trennte sich in der vergangenen Woche von Bitcoin im Wert von 216 Millionen Dollar. Es ist der massivste Verkauf seit sechs Jahren.

Strategiewechsel mit Milliardenverlust

Der Verkauf erfolgte in zwei Schritten. Die erste Tranche ging für durchschnittlich 59.256 Dollar über den Tisch. Die restlichen Anteile erzielten einen Preis von 60.773 Dollar. Mit dem Erlös will das Management Vorzugsdividenden finanzieren und die Cash-Reserven in US-Dollar stärken.

Das Unternehmen verwaltet weiterhin einen Bestand von 843.775 Bitcoin. Die Bilanz für das zweite Quartal 2026 offenbart jedoch die Last der Volatilität. Der nicht realisierte Verlust summiert sich auf über acht Milliarden Dollar. Dennoch verfügt die Firma über Barreserven von rund 2,55 Milliarden Dollar.

Institutionelles Interesse kehrt zurück

Der Markt reagierte zunächst empfindlich auf die Nachricht. Der Kurs rutschte kurzzeitig Richtung 60.000 Dollar ab. Aktuell notiert Bitcoin bei 63.055 Dollar. Auf Wochensicht entspricht das einer Erholung von knapp fünf Prozent.

Institutionelle Anleger fassen parallel dazu wieder Mut. Nach einer langen Phase der Abflüsse flossen Anfang Juli rund 222 Millionen Dollar in US-Spot-ETFs. Diese Zunahme wirkte wie ein Katalysator für die jüngste Kurserholung. Die Marke von 60.000 Dollar dient nun als wichtige Unterstützung.

Analysten von Bernstein halten an ihrem Ziel von 150.000 Dollar bis Jahresende fest. Sie betonen, dass die aktuelle Korrektur im historischen Vergleich bisher mild ausfällt. Im Fokus stehen nun die kommenden US-Inflationsdaten für Juli. Diese dürften die Marktstimmung in den nächsten Wochen maßgeblich bestimmen.

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