Bitcoin hat am Montag die Marke von 85.000 Dollar erreicht — den höchsten Stand seit Januar. Der Kurs legte binnen 24 Stunden um mehr als fünf Prozent zu und setzt damit die Erholung aus dem Kurseinbruch der vergangenen Woche fort. Erst am 15. September war die Kryptowährung noch auf rund 75.000 Dollar gefallen, bevor sie am Freitag über die 80.000-Dollar-Linie zurückkletterte.
Der Sprung nach oben hat einen klaren Auslöser: Wetten gegen Bitcoin flogen den Spekulanten reihenweise aus dem Depot. Von mehr als 750 Millionen Dollar liquidierten Krypto-Positionen entfielen laut CoinGlass-Daten 648,3 Millionen Dollar auf Short-Positionen. Allein auf Bitcoin selbst gingen davon 360,7 Millionen Dollar zurück — die größte Einzelliquidation auf Binance lag bei 11,3 Millionen Dollar.
Zwangsverkäufe treiben den Kurs
Solche Kaskaden verstärken sich selbst: Steigt der Kurs, müssen Leerverkäufer ihre Positionen eindecken, was zusätzliche Kaufnachfrage erzeugt und den Kurs weiter nach oben drückt. Trotz der Erholung bleibt Bitcoin gut 32,5 Prozent unter seinem Allzeithoch von rund 126.000 Dollar aus dem Oktober und liegt seit Jahresbeginn noch knapp drei Prozent im Minus.
Der positive Risikoappetit an den Märkten kam der Erholung zugute. Asiatische und europäische Aktienmärkte legten am Montag zu, US-Futures notierten ebenfalls im Plus. Auch andere Kryptowährungen profitierten: Ethereum stieg um rund 5,6 Prozent auf 2.717 Dollar, Solana um 7,2 Prozent auf 115,75 Dollar und XRP um 7,8 Prozent auf 1,49 Dollar.
Hintergrund für die bessere Stimmung ist unter anderem die Hoffnung auf Entspannung in mehreren geopolitischen Konfliktlinien. Diese Woche findet die UN-Generalversammlung statt, zudem ist für Donnerstag ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im Weißen Haus angesetzt — ein möglicher Katalysator für die Marktstimmung.
Nach der jüngsten Zinserhöhung der US-Notenbank um 25 Basispunkte taxieren Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Anhebung im Oktober auf etwa 56 Prozent.
Steuerliche Gleichbehandlung in Deutschland geplant
Parallel zur Kurserholung zeichnet sich in Deutschland eine regulatorische Verschärfung ab. Das Bundesfinanzministerium bestätigte Pläne, Kryptogewinne künftig steuerlich wie Aktiengewinne zu behandeln. Damit würde die bisherige Steuerfreiheit nach zwölf Monaten Haltedauer für private Anleger wegfallen — eine Reform, die frühestens Ende 2026 greifen soll.
Die kommenden Tage dürften zeigen, ob die Erholung über 85.000 Dollar Bestand hat oder ob weitere Liquidationswellen — in beide Richtungen — den Kurs erneut durcheinanderwirbeln. Das Treffen zwischen Trump und Xi am Donnerstag gilt als nächster möglicher Impulsgeber für die Risikobereitschaft an den Märkten.
Bitcoin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 21. September liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
