Bitcoin: Ruhe vor den Inflationsdaten

Symbolbild, KI-generiert

ETF-Zuflüsse in Bitcoin-Fonds erholten sich, während Zinssorgen und ein Rechtsstreit um BitMEX den Kryptomarkt prägten.

Auf einen Blick:
  • Bitcoin notiert bei rund 83.500 Dollar
  • US-Spot-Bitcoin-Fonds verzeichnen 175,6 Millionen Dollar Zuflüsse
  • BitMEX wird auf 324,8 Bitcoin verklagt
  • Altcoins entwickeln sich überwiegend seitwärts

Bitcoin tritt auf der Stelle. Händler meiden vor den heutigen US-Verbraucherpreisen größere Wetten, die Kryptowährung notiert nahezu unverändert bei rund 83.500 Dollar. Im frühen Handel gab sie um 0,16 Prozent nach.

Zinssorgen belasten den Sektor

Der Oktober begann für Kryptowerte schwach. Gewinnmitnahmen und gestiegene Risikoscheu drücken auf die Stimmung, hinzu kommt die Sorge vor steigenden Ölpreisen angesichts anhaltender Spannungen im Nahen Osten.

Im Zentrum steht die Zinspolitik. Der Markt rechnet damit, dass die US-Notenbank 2026 mindestens einmal die Zinsen anhebt. Die Renditen von US-Staatsanleihen sind im Oktober deutlich gestiegen, was den Kryptosektor spürbar belastet hat.

Die heutigen Verbraucherpreise für September dürften Erwartungen zufolge weiter hartnäckig ausfallen, auch die Kernrate soll angezogen haben. Ein solches Ergebnis würde das Argument für weitere Zinserhöhungen stützen.

Die Altcoins bewegen sich ähnlich seitwärts. Ether gab um 0,3 Prozent auf rund 2.507 Dollar nach, XRP legte 0,7 Prozent zu. Solana, Cardano und BNB blieben unverändert.

ETF-Zuflüsse erholen sich

Einen Boden zieht derzeit der ETF-Markt ein. Die US-Spot-Bitcoin-Fonds verbuchten am Dienstag Zuflüsse von 175,6 Millionen Dollar, so viel wie seit fast zwei Wochen nicht mehr. In der Vorwoche waren noch 681 Millionen Dollar abgeflossen.

Im dritten Quartal waren die Zuflüsse stark gestiegen, in der ersten Oktoberwoche verloren sie jedoch an Schwung. Ob die Erholung hält, hängt nach Einschätzung von Marktbeobachtern von den anstehenden Konjunkturdaten und den Zinserwartungen ab.

BitMEX unter juristischem Druck

Abseits der Kurse sorgt ein Rechtsstreit für Aufmerksamkeit. Ein britischer Softwareentwickler verklagt den Betreiber der Derivatebörse BitMEX auf Rückgabe von 324,8 Bitcoin, derzeit etwa 27 Millionen Dollar wert. Er argumentiert, BitMEX habe ohne britische Zulassung Derivategeschäfte mit ihm abgeschlossen. Die Verträge seien deshalb nicht durchsetzbar.

Seine Anwälte sehen weitere Betroffene und sprechen von möglichen Ansprüchen in Höhe von mehreren hundert Millionen Pfund. BitMEX erklärte, eine Klage sei bislang nicht zugestellt worden. Die Börse hat ihren Betrieb am 23. September eingestellt.

Zunächst richtet sich der Blick auf die US-Inflationszahlen im Tagesverlauf. Fallen sie höher aus als erwartet, dürfte der Druck auf Bitcoin zunehmen.

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