Bitcoin: Nahost-Angst trifft CLARITY Act

Der Bitcoin-Kurs fällt nach kurzer Erholung auf 76.200 Dollar zurück. Geopolitische Spannungen und Inflationssorgen belasten den Markt trotz positiver Regulierungssignale.

Auf einen Blick:
  • Kursrückgang auf 76.200 Dollar
  • CLARITY Act verpufft als Kurstreiber
  • Strategy kauft 24.869 Bitcoin
  • Halving 2028 als Hoffnungsträger

Der regulatorische Rückenwind durch den CLARITY Act verpuffte schneller als erwartet. Was zunächst wie ein Durchbruch wirkte, endete in einem handfesten Kursrücksetzer — ausgelöst durch eine Gemengelage, die Bitcoin-Bullen derzeit wenig Spielraum lässt.

Kurzlebige Rally, harter Aufprall

Nachdem der US-Senat-Bankenausschuss den Digital Asset Market Clarity Act am 14. Mai mit 15 zu 9 Stimmen parteiübergreifend durchgewunken hatte, schoss Bitcoin kurzzeitig auf rund 82.000 Dollar. Die Euphorie hielt genau 48 Stunden. Steigende Anleiherenditen und frische Inflationsdaten — der US-Verbraucherpreisindex lag zuletzt bei 3,8 Prozent im Jahresvergleich — zogen die Stimmung im gesamten Kryptomarkt nach unten.

Verschärft wurde die Lage durch wachsende Spannungen im Nahen Osten. Die Risikoaversion griff schnell um sich: Der Kryptomarkt verlor innerhalb einer Stunde über 90 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Bitcoin fiel auf ein 24-Stunden-Tief von knapp über 76.000 Dollar und handelte zuletzt bei rund 76.200 Dollar — ein Minus von 2,4 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Verlust von 6,2 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat Bitcoin rund 13 Prozent eingebüßt.

Mehr als 764 Millionen Dollar wurden binnen 24 Stunden liquidiert, davon 673 Millionen in Long-Positionen. Der Fear-and-Greed-Index rutschte auf 38 — tief im Angstbereich.

Strategy kauft — der Markt reagiert trotzdem nicht

Bemerkenswert: Strategy Inc. meldete am Montag einen Zukauf von 24.869 Bitcoin im Wert von rund 2 Milliarden Dollar, erworben zwischen dem 11. und 17. Mai. Die Gesamtposition des Unternehmens beläuft sich damit auf 843.738 Bitcoin — gut 4 Prozent des gesamten Umlaufangebots, zu einem durchschnittlichen Einstiegskurs von 75.700 Dollar. Ein massiver Kauf, der den Markt diesmal kalt ließ.

Auch die Bitcoin-Spot-ETFs in den USA melden zuletzt keine Zuflüsse mehr: Am Freitag verzeichneten sie Nettoabflüsse von 290 Millionen Dollar, nachdem am Donnerstag noch 131 Millionen Dollar zugeflossen waren. Damit endete eine sechswöchige Zufluss-Serie abrupt.

Halving 2028 als nächster Fixpunkt

Inmitten der kurzfristigen Turbulenzen richten viele Marktteilnehmer den Blick bereits auf das nächste Bitcoin-Halving, das voraussichtlich zwischen April und Juli 2028 ansteht. Bei Blockhöhe 1.050.000 sinkt die Miner-Prämie von derzeit 3,125 auf 1,5625 Bitcoin pro Block. Historisch folgten auf jedes Halving signifikante Preissteigerungen — wenngleich die Renditen von Zyklus zu Zyklus tendenziell abnehmen.

Kurzfristig bleibt der technische Ausblick angespannt. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 81.000 Dollar — weit oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Ein Rückfall unter 76.000 Dollar würde die Erholung der vergangenen Wochen vollständig auslöschen und die Zone um 75.000 Dollar ins Visier rücken. Citi-Analysten halten trotzdem an einem Jahresziel von 143.000 Dollar fest — allerdings unter der Bedingung, dass der CLARITY Act den vollen Senat mit 60 Stimmen passiert.

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