Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass der Bitcoin einen beispiellosen Wertverfall erlitten hat. Zeitweise näherte der Kurs sich der Marke von 60.000 US-Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit Oktober 2024. Als Gründe für den Einbruch werden diverse Faktoren angesehen.
Dazu gehören Korrekturen bei Tech-Aktien, die Sorge vor ausbleibenden Zinssenkungen und eine allgemeine Risiko-Aversion unter den Marktakteuren. Eine Analyse der Deutschen Bank zeigt jedoch, dass hinter dem Abverkauf noch mehr stecken könnte. Offenbar ziehen sich große institutionelle Investoren mehr und mehr aus dem Bitcoin zurück.
Das Ende des Bitcoin-Märchens?
Dem Finanzinstitut zufolge lasse sich schon seit Längerem beobachten, dass große Investoren und ETF monatlich Bitcoins im Wert von mehreren Milliarden Dollar verkaufen würden. Das sei ein Signal dafür, dass traditionelle Investoren das Interesse verlieren. Die Deutsche Bank spricht sogar von einem zunehmende Pessimismus gegenüber dem Thema Kryptowährungen.
Bitcoin Chart
Mit anderen Worten scheint es, als würde die scheinbar ewige Erfolgsstory des Bitcoin eventuell doch noch zu ihrem Ende finden. Das mag etwas weit vorgegriffen sein und eine Erholung ist aktuell noch lange nicht ausgeschlossen. Die jüngsten Entwicklungen sind dennoch alarmierend und die Charttechnik sieht ebenfalls nicht gerade rosig aus. Von einem kleinen Durchhänger kann kaum noch die Rede sein.
Der letzte Strohhalm?
Immerhin konnte der Bitcoin heute die Linie bei 60.000 Dollar verteidigen und bis zum Mittag auf knappe 66.000 Dollar zurückkehren. Doch sollte der Verkaufsdruck nicht nachlassen, so würde aus technischer Sicht wohl die Reise in Richtung 50.000 Dollar anstehen. Belastend wirkt dabei nicht zuletzt, dass viele spekulative Anleger durch die Kursabschläge zu Verkäufen mehr oder minder gezwungen werden. Ab einer gewissen Schwelle verselbständigt sich der Abwärtstrend dadurch. Ob diese Schwelle bereits überschritten wurde, sei dahingestellt.
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