Bitcoin & Co.: Die Märkte wollen – eigentlich – nach oben!

Die gescheiterten Iran-Verhandlungen belasten die Märkte kurzfristig, doch Öl-Futures und die Erholung des Tech-Sektors signalisieren mittelfristig Potenzial. Bitcoin zeigt sich weiterhin abhängig von der US-Geldpolitik.

Auf einen Blick:
  • Iran-Verhandlungen gescheitert, Ölpreise steigen
  • Bitcoin korreliert nicht mit Gold, sondern mit US-Geldpolitik
  • Software-Aktien zeigen wieder erhöhtes Kaufinteresse
  • Öl-Futures deuten auf mittelfristig sinkende Preise

Nachdem die Osterfeiertage hinter uns lagen, verkündete US-Präsident Donald J. Trump plötzlich eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg. Grund waren, dass Vermittlungsversuche von Pakistan (im Hintergrund soll jedoch auch China mitgemischt haben) wohl erfolgsversprechend waren. Folglich einigte man sich auch auf Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung des Konflikts.

Genau diese Verhandlungen begannen am vergangenen Freitag, dem 10. April 2026. Leider endeten sie noch am Wochenende ergebnislos. Der US-Verhandlungsführer, US-Vizepräsident JD Vance, äußerte sich dahingehend, dass man der Gegenseite seine roten Linien genannt habe, aber auch wo ein Entgegenkommen möglich sei. Der Iran habe jedoch Forderungen gestellt, die für die Vereinigten Staaten nicht annehmbar gewesen seien.

Daher verlasse man nun die Verhandlungen und warte ab, was weiter passieren werde. Vertreter des Iran dagegen äußerten sich sehr unterschiedlich. So sprachen einige davon, dass die Forderungen der Amerikaner absolut unannehmbar gewesen seien und man sich jetzt auf weitere Kampfhandlungen einstelle. Dagegen meinte Irans Außenminister, dass man nicht weit von einer Einigung entfernt gewesen sei.

Wie immer also, weiß man leider nichts Genaues. Nur eins ist klar. Die Verhandlungen sind erst einmal gescheitert, worauf US-Präsident Donald J. Trump mit einer totalen Blockade der „Straße von Hormus“ antwortete. Schon das Scheitern der Gespräche ließ die Ölpreise wieder haussieren, diese Ankündigung und Anordnung Trumps macht es nicht besser. Der Iran-Krieg bleibt also vorerst das alles entscheidende Thema für alle Anleger!

Grundsätzlich schlagen sich die Märkte jedoch weiter gut…

Doch so, wie der Iran-Krieg das alles entscheidende Thema bleibt, bleibt es erst einmal auch dabei, dass sich die Märkte – alle Märkte – angesichts der aktuellen Situation recht gut schlagen. Was auch daran liegen dürfte, dass die Ölmärkte sehr klare Signale aussenden. Kurzfristig nämlich sind die Ölpreise stark gestiegen und bleiben weiterhin deutlich erhöht. In der Zukunft rechnet man jedoch mit wieder deutlich niedrigeren Ölpreisen.

So signalisieren die entsprechenden Öl-Futures unverändert, auf mittlere Sicht, deutlich nachgebende Ölpreise. Man rechnet dort also damit, dass der Iran-Krieg nicht ewig dauern und sich die Situation auf Sicht einiger Monate deutlich entspannen wird. Dagegen verweisen viele Analysten darauf, dass schon im Zuge der bisherigen Kriegshandlungen große Schäden angerichtet wurden, deren Behebung einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte.

In der Folge sind die entsprechenden Analysten weit weniger entspannt als die Anleger, die mit Öl-Futures handeln. Wir müssen natürlich noch abwarten, wer am Ende richtig liegen wird. Aber in der Vergangenheit waren dies selten die Analysten. Denn diese schreiben die Vergangenheit gerne in die Zukunft fort, was sich oftmals am Ende als völlig falsch herauskristallisiert. Zudem weichen sie, in der Regel, nur wenig voneinander ab.

Denn wer im Konsens mit den meisten anderen Analysten falsch liegt, kann immer darauf verweisen, dass andere ja auch nicht besser waren. Wer jedoch eine Außenseitermeinung vertritt und damit falsch liegt, kann ein Problem bekommen – und im schlimmsten Fall auch seinen (hochdotierten) Job verlieren. Ich halte es daher für durchaus intelligent als Anleger auch die Meinung der Analysten zu beachten. Aber für wenig intelligent dieser blind zu folgen!

Bitcoin als „digitales Gold“?

Der Bitcoin (BTC) galt zuletzt gerne als „digitales Gold“. Einige Analysten haben sich daher mal die Arbeit gemacht und geschaut, inwieweit sich die Kurse von Gold und Bitcoin parallel entwickeln (Stichwort: Korrelation). Das ernüchternde Ergebnis: so gut wie gar nicht, eher sogar im Gegenteil! Sprich: Die Kurse von Gold und Bitcoin entwickeln sich die meiste Zeit eher gegenläufig, so dass Bitcoin nicht als „digitales Gold“ angesehen werden sollte.

Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit mehr als einmal herausgestellt, dass Analysen ergeben haben, dass der Bitcoin eher ein perfekter „Tracker“ der US-Geldpolitik war (und ist). Wurde diese lockerer oder blieb locker, stieg der Kurs. Wurde diese restriktiver oder blieb restriktiv, fiel der Kurs. Auch wenn es zunächst wenig intuitiv zu sein scheint, war es auch zuletzt wieder so.

Bitcoin/US-Dollar Chart

Zwischenzeitlich lockerte die US-Notenbank nämlich ihre Geldpolitik und der Bitcoin stieg auf ein neues Allzeithoch über 126.000 US-Dollar. Seitdem fiel der Kurs. Wie wir heute wissen, wird die US-Geldpolitik kurzfristig wohl auch nicht lockerer – eben aufgrund der, durch den Iran-Krieg, stark gestiegenen und nach wie vor erhöhten Ölpreise. Die „Kryptorianer“ waren also, mal wieder, schlauer als viele andere Anleger.

Ebenfalls eine starke Korrelation sah und sieht man jedoch zwischen Technologie-Aktien, insbesondere Software-Aktien und dem Bitcoin. Auch dem Software(-as-a-Service)-Sektor (SaaS) ging es zuletzt schlecht. Thema hier war eine mögliche Disruption vieler Geschäftsmodelle durch Künstliche Intelligenz (KI/AI). Doch es gibt durchaus auch gute Nachrichten aus dem Sektor. Denn nach der Korrektur dort ist das Kaufinteresse jetzt erhöht!

Fazit: Mutige, clevere Anleger bleiben derzeit auf der Käuferseite!

Sollte sich also der SaaS-Sektor erholen, müsste sich auch der Bitcoin erholen. Ethereum und dann die Altcoins dürften folgen. Wie bereits geschrieben, wollen die Märkte eigentlich nach oben. Bisher werden sie aber, von immer neuen Störfeuern, noch unten gehalten. Sollte das Damoklesschwert über dem Markt jedoch endlich verschwinden, könnte es schon kurzfristig zu einem Kursfeuerwerk kommen. Früher oder später wird genau das passieren!

In diesem Sinne müssen Anleger weiterhin mutig sein, ohne übermütig zu werden. Zumal es sich nicht nur, aber auch, um eine Geduldsprobe handelt. Aber am Ende werden die mutigen Geduldigen gewinnen! Ich hoffe, dass auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu diesen mutigen Geduldigen gehören werden.

Ihr

Sascha Huber

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