Bitcoin & Co: Die Bullen übernehmen langsam die Kontrolle!

Ein Analyst deutet die jüngste Korrektur als vorübergehend und skizziert einen klaren charttechnischen Aufwärtspfad für Bitcoin, gestützt durch die US-Geldpolitik.

Auf einen Blick:
  • Charttechnischer Fahrplan bis 150.000 US-Dollar
  • Kürzlicher Einbruch als Korrektur interpretiert
  • US-Geldpolitik als weiterer Treiber
  • Starkes US-Wachstum bei sinkender Inflation

Zunächst einmal möchte ich allen Leserinnen und Lesern noch ein frohes neues Jahr wünschen. Ja, das ist etwas (zu) spät, aber da es meine erste Kolumne im neuen Jahr ist, geht das wohl noch in Ordnung. Damit komme ich aber gleich zum Thema!

Denn die Kryptos beendeten das vergangene Jahr, 2025, mehr schlecht als recht. Was so (für mich) nicht zu erwarten war. Denn grundsätzlich hängt die Kursentwicklung der Kryptos, allen voran des Bitcoin (BTC) – als „Mutter aller Kryptowährungen“ – bekanntlich sehr stark an der US-Geldpolitik. Die US-Notenbank hat aber gerade zum Jahresende 2025 hin gleich drei Mal ihren Leitzins (Federal Funds Rate) um jeweils 25 Basispunkte gesenkt.

Insofern wären eigentlich steigende Kurse beim Bitcoin sowie, in der Folge, auch bei den Altcoins, zu erwarten gewesen. Bis Anfang Oktober war dem ja auch noch so. Seinerzeit erreichte der Bitcoin mit Kursen über 125.000 US-Dollar sogar ein neues Allzeithoch. Dann aber kam es zu einem regelrechten „Crash“ und die „Mutter aller Kryptowährungen“ fiel im Tief auf „nur“ noch rund 80.000 US-Dollar zurück.

Zuletzt riefen daher einige „Experten“ schon den nächsten „Krypto Winter“ aus. Zumal dies ja auch gut in den üblichen 4-Jahres-Zyklus (Bitcoin Halving-Zyklus) gepasst hätte. Ich konnte und wollte mich da jedoch nicht anschließen. Denn der Kursverlauf war zu untypisch, als dass wir jetzt schon wieder im „Krypto Winter“ angekommen sein sollten. Vielmehr interpretierte und interpretiere ich den „Crash“ als kurzfristig heftige Korrekturbewegung.

Wenn es nur eine Korrektur war, sollte sie schon zu Ende gegangen sein

Der Kursverlauf seit den Korrekturtiefs entspricht dabei genau dem, was zu erwarten war und ich daher auch erwartet hatte. Zunächst musste der charttechnische Boden um die Marke von 80.000 US-Dollar festgezurrt werden, was gelungen ist. Angeblich sollte es über 85.000 US-Dollar bis 90.000 US-Dollar gehen – und nochmal zu einem Rücksetzer in Richtung 85.000 US-Dollar kommen. Genau das ist passiert.

Der nächste Schritt war dann ein Anstieg über 90.000 US-Dollar, letztlich bis hin zu 95.000 US-Dollar, sowie folgend nochmal ein Rücksetzer auf die 90.000 US-Dollar Marke. Auch das ist passiert. Zuletzt sind wir nun über die Marke von 95.000 US-Dollar gestiegen. Damit hat der Bitcoin prinzipiell Platz bis 100.000 US-Dollar (leicht überschießend auch einen Tick mehr). Aber frei nach oben ist er damit noch nicht. Vielmehr dürfte es anschließend den Rücksetzer auf die 95.000 US-Dollar Marke geben.

Bitcoin/US-Dollar Chart

Sobald es der Bitcoin dann über 100.000 US-Dollar schafft, winken kurzfristig 108.000 bis 110.000 US-Dollar. Anschließend, Sie werden es schon erahnen, dürfte es dann aber nochmal einen Rücksetzer auf die „runde“ 100.000 US-Dollar Marke geben. Ehe wiederum später der Angriff auf die bisherigen Allzeithochs erfolgen sollte. Kann der Bitcoin diese dann herausnehmen, wäre auch nochmal ein „Pullback“ möglich. Letztlich aber würde er damit ein charttechnisches Kaufsignal mit Kursziel 150.000 US-Dollar aktivieren.

Wobei die Kurse, gerade der Kryptowährungen – und auch des Bitcoin – immer (sehr) volatil sind, also (sehr) stark schwanken. Insofern könnte es auf dem Weg zur 150.000 US-Dollar Marke, auch nochmal eine Zwischenkonsolidierung (Pause) geben. Vermutlich würde der Bitcoin in diesem Fall zwischen 135.000 und 140.000 US-Dollar diese Pause einlegen. So weit, so gut, damit haben Sie nun einen „Fahrplan“.

In den USA auf dem Weg zur Besten aller Welten!

Zuletzt gab es in den USA erste Stimmen, die für 2026 keine weiteren Leitzinssenkungen mehr erwarten. Selbst die US-Notenbank stellte eigentlich nur noch einen (kleinen) Zinsschritt (um 25 Basispunkte) nach unten in Aussicht. An den Kapitalmärkten rechnet man dagegen schon länger mit zwei solchen Zinsschritten. Zuletzt sogar mit einem ersten solchen Schritt noch früh im gerade begonnenen neuen Jahr, inzwischen etwas später.

So sollen gemäß CME FedWatch-Tool die Leitzinsen im Juni und Oktober um jeweils 25 Basispunkte gesenkt werden. Unseres Erachtens unterschätzen viele Anleger dies jedoch. Denn zwar haben wir zuletzt US-Wirtschaftsdaten bekommen, die ein Wirtschaftswachstum in Aussicht stellen, von dem wir in Deutschland mit unserer linksgrünen Politik schon lange nur noch träumen können.

So soll die US-Wirtschaft, gemäß dem GDPNow-Indikator der Atlanta Fed, in diesem Jahr um mehr als +5% wachsen. Dies würde zunächst tatsächlich auch gegen weitere Leitzinssenkungen sprechen. Aber zugleich haben wir zuletzt, wohl dank KI/AI, ein geradezu explosives Produktivitätswachstum gesehen. Darum zeigt sich auch der US-Arbeitsmarkt, neben der Inflation der wichtigste Indikator für die Geldpolitik der US-Notenbank, auch relativ schwach.

Allerdings war zuletzt sogar die Inflationsentwicklung in den USA rückläufig. Kein Wunder, denn bei einem schwächelnden Arbeitsmarkt kann es nicht zur gefürchteten Lohn-Preis-Spirale kommen. In den USA haben wir derzeit somit aktuell die Beste aller Welten. Ein explosives Wirtschaftswachstum ohne gleichzeitig (zu) hoher Inflation, weil der technologische Fortschritt (KI/AI) deflationär wirkt.

Fazit: Was wir derzeit in den USA sehen, ist der Wunschtraum aller Bullen. Explosives Wirtschaftswachstum ohne starken Inflationsdruck, so dass die US-Notenbank wohl weiter ihre Leitzinsen senken (müssen) wird. Zumal US-Präsident Trump einen neuen Notenbankchef nominieren darf, der wohl eine „Taube“ sein wird und daher ohnehin eher für Leitzinssenkungen offen sein sollte. Davon müssten allen Assets, auch spekulative, profitieren. Einer Fortsetzung der Kursrally am Aktienmarkt steht damit nicht viel entgegen. Genauso wenig wie endlich wieder steigenden Kursen bei den Kryptos.

Ihr

Sascha Huber

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