Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock treibt den Ausbau seiner Krypto-Produktpalette weiter voran. Das Institut reichte gestern bei der US-Börsenaufsicht SEC die Antragsunterlagen für ein neues Anlageprodukt ein, das Anlegern Kurschancen bei gleichzeitigem Abwärtsschutz bieten soll. Der Vorstoß zielt vor allem darauf ab, risikoaversen Investoren den Zugang zur größten Kryptowährung zu erleichtern.
Das Vehikel soll unter dem vorläufigen Börsenkürzel PBIT als iShares Bitcoin Managed Protection ETF an den Start gehen. Das Produkt hält selbst keine Bitcoin direkt, sondern setzt auf eine Optionsstrategie auf, die an den bestehenden iShares Bitcoin Trust anknüpft.
Durch den kombinierten Kauf und Verkauf von Kontrakten sowie den Einsatz festverzinslicher Instrumente soll das Risiko möglicher Kursverluste abgefedert werden, während Erträge an einer festgelegten Obergrenze gedeckelt bleiben. Gebührenstruktur und der genaue Starttermin hängen nun vom weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens bei der Aufsichtsbehörde ab.
Starker Zufluss beendet zweiwöchigen Abwärtstrend
Die Initiative fällt mit einer deutlichen Belebung der institutionellen Nachfrage zusammen. Der etablierte Spot-Fonds IBIT verzeichnete gestern einen Nettozufluss von 665,2 Millionen US-Dollar. Dieser kräftige Einstieg markiert eine spürbare Trendwende, nachdem US-Spot-ETFs in den vorangegangenen zwei Wochen zusammen rund 910 Millionen US-Dollar an Abflüssen verkraften mussten.
Für Großanleger, die nach jüngsten Zinsdiskussionen und Inflationsdaten vorübergehend Kapital abgezogen hatten, signalisieren die frischen Mittel ein wieder erwachendes Interesse. Der massive Mittelzufluss übertraf die Rückgaben bei konkurrierenden Fonds deutlich und entschärfte zugleich den Verkaufsdruck an den Terminbörsen, an denen zuvor spekulative Positionen liquidiert worden waren.
Kurs notiert über gleitendem Durchschnitt
Am Kassamarkt notiert Bitcoin heute bei 82.052,00 USD und behauptet sich damit knapp über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 81.555,71 USD. Vom 52-Wochen-Hoch bei 116.273,31 USD bleibt die Notierung zwar noch ein gutes Stück entfernt, zeigt sich nach den Turbulenzen der Vormonate aber gefestigt.
Marktbeobachter verweisen zudem auf die historische Verengung der Bollinger-Bänder, was auf einen bevorstehenden größeren Ausbruch nach der wochenlangen Seitwärtsbewegung hindeutet.
Bloomberg-Intelligence-Analyst James Seyffart hob hervor, dass es sich hierbei bereits um den dritten Vorstoß von BlackRock im Segment der Bitcoin-ETFs handelt. Sollte die SEC dem Vorhaben zustimmen, erhielten traditionelle Portfoliomanager ein reguliertes Instrument, das Kurschancen mit festen Risikoleitplanken kombiniert.
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