Der US-Arbeitsmarkt brummt. Für Bitcoin bedeutet das einen herben Rückschlag. Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen löst sich gerade in Luft auf. Die Kryptowährung stürzte zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar.
Zinswende schickt Schockwellen durch den Markt
Auslöser für den Kursrutsch waren überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Die amerikanische Wirtschaft schuf im Mai 172.000 neue Stellen. Analysten hatten lediglich mit der Hälfte gerechnet.
Die Konsequenz: Marktteilnehmer preisen nun eine Zinserhöhung der US-Notenbank bis Dezember 2026 ein. Vorherige Fantasien über Zinssenkungen sind vom Tisch. Das löste einen massiven Ausverkauf bei Risikoanlagen aus. Der Nasdaq 100 brach um rund fünf Prozent ein.
Am Kryptomarkt führte der Preisverfall zu einer Kaskade von Zwangsliquidierungen. Innerhalb von 24 Stunden lösten Börsen Positionen im Wert von bis zu 1,88 Milliarden Dollar auf. Allein auf Bitcoin entfielen davon über 534 Millionen Dollar.
Institutionelle Flucht und ein historischer Verkauf
Parallel dazu ziehen Großinvestoren massiv Kapital ab. Die US-Spot-ETFs verzeichneten am 5. Juni Nettoabflüsse von 326 Millionen Dollar. BlackRocks IBIT führte die Verliererliste mit Abzügen in dreistelliger Millionenhöhe an. Lediglich Morgan Stanley und VanEck verbuchten minimale Zuflüsse.
Für zusätzliche Nervosität sorgt ein prominenter Akteur. Das Unternehmen Strategy, ehemals MicroStrategy, verkaufte erstmals seit 2022 wieder Bitcoin. Der Verkauf von 32 Coins spült rund 2,5 Millionen Dollar in die Kasse. Das Geld fließt in Dividenden für Vorzugsaktien.
Obwohl Strategy weiterhin über 840.000 Bitcoin hält, wirkt der Schritt psychologisch schwer. Anleger reagieren in dem ohnehin geschwächten Marktumfeld extrem sensibel.
Kapitalrotation drückt den Kurs
Aktuell notiert Bitcoin bei rund 63.796 US-Dollar. Vom Rekordhoch ist der Kurs mittlerweile fast 50 Prozent entfernt. Technisch gilt der Markt als stark überverkauft. Der RSI-Indikator fiel auf einen extrem niedrigen Wert von 18,2.
Ein Grund für die Schwäche ist eine massive Kapitalrotation. Institutionelle Gelder fließen zunehmend aus dem Kryptosektor ab. Investoren schichten in Aktien für Künstliche Intelligenz um. Auch große Börsengänge wie das anstehende SpaceX-IPO am 12. Juni binden Liquidität.
Trotz der düsteren Stimmung gibt es stabilisierende Faktoren. On-Chain-Daten zeigen massive Abhebungen von den Kryptobörsen. Allein am 6. Juni zogen Anleger über 66.000 Bitcoin in private Wallets ab. Fällt die wichtige Unterstützung bei 60.000 Dollar nicht erneut, könnte dieser Trend den Verkaufsdruck in den kommenden Tagen abfedern.
Bitcoin-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 06. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
