Biontech: Neu-Positionierung mit vielen Chancen

Gefallener Covid-Engel Biontech: Dank Neu-Positionierung mit vielen Chancen

Auf einen Blick:
  • InstaDeep-Übernahme als frühzeitiger Türöffner des Biotech-KI-Zeitalters
  • Volle Forschungspipeline bietet Anlegern Vielzahl an Chancen
  • Forschungsstarke BioNTech entwickelt sich zum Onkologie-Spezialisten
  • Die Aktie zeigt seit Jahresbeginn mehrere Erholungsbewegungen
  • Biontech derzeit einziger großer Player der stark in KI und Plattform ist

Gefallener Covid-Engel Biontech: Dank Neu-Positionierung mit vielen Chancen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

An der Börse wird gerade sortiert. Auf die eine Seite kommen die Unternehmen, die unter KI leiden werden, beziehungsweise von denen angenommen wird, dass Künstliche Intelligenz ihr Geschäftsmodell beeinträchtigen wird. Auf die andere Seite kommen die KI-Gewinner. Das sind die Unternehmen, die vom KI-Einsatz profitieren – sei es als Infrastruktur-Anbieter oder als KI-Nutzungs-Gewinner. Unternehmen aus der Biotech-Branche werden sicher zu den KI-Gewinnern gehören.

Die Pharmaindustrie steht seit Jahrzehnten vor denselben Herausforderungen: extreme Entwicklungszeiten, gigantische Kosten und leider nur eine geringe Erfolgsquote. Dass die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs über zehn Jahre dauern und auch mal mehrere Milliarden US-Dollar verschlingen kann, ist ein weit verbreitetes Problem. Mit Hilfe von KI können die Probleme Entwicklungsdauer, Kosten und Erfolgsquote jedoch verbessert werden und das Mainzer Biotech-Unternehmen Biontech gehört zu den frühen Nutzern neuer KI-Technologien in der Medikamentenerforschung.

InstaDeep-Übernahme als frühzeitiger Türöffner des Biotech-KI-Zeitalters

Der im Zuge der der Covid-Krise bekannt gewordene Konzern erkannte die KI-Chancen bereits 2023 und übernahm im größten Deal seiner Firmen-Geschichte für über 500 Mio. USD InstaDeep. Mit Hilfe von InstaDeep kann Biontech heute maschinelles Lernen in allen Bereichen der Medikamentenentwicklung nutzen, von der präklinischen Analyse über die Identifizierung von Neoantigenen bis hin zur klinischen Studienplanung.

Algorithmen durchforsten dabei Milliarden genetischer Muster, simulieren komplette Studienverläufe oder berechnen, welche Wirkstoffkombination bei welchen Patienten den größten Erfolg verspricht noch bevor irgendwas einer Person verabreicht wird. Was früher Monate dauerte, passiert heute in wenigen Tagen.

Die gewonnen Erkenntnisse ermöglichen unter anderem Fehlentwicklungen früher auszusortieren, wodurch die Erfolgschancen steigen. Mit zunehmendem KI-Einsatz und einer besseren Auwertung von Patientendaten sind schon bald individuelle Therapien wirtschaftlich darstellbar. Bessere Wirkung, schnellere Genesung und weniger Nebenwirkungen – im Gegensatz zur heutigen gleichen Pille für alle – sind dann das Resultat.

Volle Forschungspipeline bietet Anlegern Vielzahl an Chancen

Nach den Covid-Erfolgen musste sich Biontech in den vergangenen Jahren neu aufstellen und so war auch 2025 noch ein Übergangsjahr. Zahlen zum dritten Quartal zeigten aber, dass es nicht so schlecht lief, wie zu Jahresbeginn befürchtet wurde, die Prognose für den Umsatz konnte stark angehoben werden, die Ausgaben für KI und Forschung waren geringer als angenommen. Biontech wird am 10. März neue Geschäftsergebnisse vorlegen, die den Erholungskurs voraussichtlich untermauern werden. Mit 16,7 Mrd. Euro Cash ist die Kriegskasse sehr gut gefüllt, um sich dann 2026 strategisch weiterzuentwickeln.

Es lohnt sich also über das letzte Zahlenwerk hinaus zu schauen und die mittelfristigen Chancen durch KI in der Medikamententwicklung und speziell Biontechs unternehmensspezifische Chancen zu durchleuchten. Der Blick muss da zwangsläufig auf die Forschungspipeline fallen und die gewinnt massiv an Dynamik. Im Laufe des Jahres werden sieben Studienergebnisse aus fortgeschrittenen Entwicklungsphasen erwartet, fünf davon bereits zulassungsrelevant.

Forschungsstarke Biontech entwickelt sich zum Onkologie-Spezialisten

Das eröffnet die Chance auf mehrere Produkteinführungen noch und ist die stärkste strategische Weichenstellung seit der Impfstoffära. Die Daten-Auswertungen verteilen sich über eine Reihe von Therapieansätzen in der Krebforschung und umfassen sowohl eigenentwickelte Programme als auch Projekte aus Kooperationen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, im Laufe des Jahres sechs weitere klinische Phase-III-Studien (letzte Phase vor Zulassung) zu starten, so dass die Gesamtzahl der laufenden Phase-III-Programme bis Ende 2026 auf 15 steigen soll – ein deutlicher Ausbau gegenüber heute und ein struktureller Schritt in Richtung eines echten Onkologie-Unternehmens mit mehreren späten Programmen und potenziellen Markteinführungen.

Besonders hervorzuheben sind die jüngsten regulatorischen Fortschritte. Der wohl am weitesten entwickelte Kandidat Gotistobart (BNT316) erhielt im Januar den Orphan-Drug-Status für die Behandlung eines weit fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms der Lunge. Diese Krebsform zählt zu den aggressivsten Tumoren überhaupt, und jeder Beschleunigungsfaktor im Zulassungsprozess verbessert nicht nur die Erfolgschancen, sondern auch die wirtschaftliche Perspektive für Biontech. Orphan-Drug-Produkte profitieren von verlängerten Marktexklusivitäten, vereinfachten Studienanforderungen und geringeren regulatorischen Hürden. Gotistobart könnte damit das erste zugelassene Krebsmedikament des Unternehmens werden – und im Idealfall noch in diesem Jahr die Marktreife erreichen.

Fast gleichzeitig folgte vor wenigen Wochen die nächste positive Nachricht: Der mRNA-basierte Wirkstoff BNT113, entwickelt gegen HPV16-assoziierte Tumore im Kopf-Hals-Bereich, erhielt den Fast-Track-Status. Für diese Tumorart gibt es bislang keine zugelassenen HPV-spezifischen Therapien, was BNT113 zu einem potenziellen First-in-Class-Kandidaten macht. Ein beschleunigtes Zulassungsverfahren bedeutet nicht nur verkürzte Überprüfungs-Zeiten, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit früher Zwischenzulassungen.

BioNTech-Aktie aussichtsreich

Der Markt beginnt diese Fortschritte wahrzunehmen. Nach einer langen Vollbremsung unter 100 US-Dollar hat die Aktie seit Jahresbeginn mehrere Erholungsbewegungen gezeigt. Die Aktie war jetzt kein Highflyer, aber das kann sich noch ändern. Biontech ist ein attraktiver Comeback-Kandidaten mit einer Vielzahl an Chancen. Das einstige One-Trick Covid-Pony hat eine breite Forschungspipeline mit mehreren Kandidaten in später klinischer Phase und setzt auf modernste Technologien.

Wenn KI in der Medikamentenentwicklung was wert ist, dann sollte sich das in diesem Jahr bei Biontech zeigen. Die strategische Kombination aus mRNA-Technologie und KI ist dabei ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Während andere Biotechunternehmen entweder starke KI (beispielsweise Recursion) oder starke Plattformen (wie Moderna) besitzen, ist Biontech derzeit der einzige große Player, der beide Fähigkeiten tief integriert hat. Die Aktie ist einen genauen Blick wert.

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