Nach den jüngsten Rückschlägen in der Onkologie braucht BioNTech Belege, dass die Pipeline trägt. Die nächsten zwei Wochen liefern dafür gleich zwei Gelegenheiten: ein Fachkongress in Madrid und die Quartalszahlen.
ESMO in Madrid: Pumitamig im Mittelpunkt
Vom 23. bis 27. Oktober trifft sich die Onkologie-Community beim ESMO-Kongress. BioNTech bringt 16 Abstracts mit, verteilt auf mehrere Tumorarten, darunter Lungen- und Brustkrebs. Die Daten stammen aus Programmen in später klinischer Entwicklung.
Im Zentrum steht Pumitamig, ein bispezifischer Immunmodulator, der PD-L1 und VEGF-A zugleich anvisiert. BioNTech entwickelt ihn gemeinsam mit Bristol Myers Squibb. Vorgestellt werden Daten zur Kombination mit Docetaxel in der Zweitlinienbehandlung des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms. Der medizinische Bedarf ist dort erheblich.
Ergänzend präsentiert das Unternehmen Ergebnisse zu Pumitamig in Kombination mit Elfetabart Drozuntecan. Dahinter steckt ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen B7-H3, das BioNTech mit Duality Biologics entwickelt. Die Studien umfassen verschiedene fortgeschrittene solide Tumoren und knüpfen an Lungenkrebsdaten an, die bereits Anfang 2026 vorgestellt wurden.
Die Kombinationsstrategie aus zwei innovativen Wirkstoffen ist damit der rote Faden des Auftritts. Sie dürfte zeigen, wie weit BioNTech seine Onkologie-Ausrichtung jenseits der mRNA-Plattform tatsächlich vorangetrieben hat.
Quartalszahlen am 3. November
Kurz nach dem Kongress folgt der nächste Termin. Das Unternehmen veröffentlicht am Dienstag, den 3. November, die Ergebnisse für das dritte Quartal. Um 14:00 Uhr MEZ findet dazu eine Telefonkonferenz mit Webcast statt, in der BioNTech zudem ein Unternehmensupdate präsentiert.
Interessant wird, ob das Management dort zu den jüngsten Studienrückschlägen und zur Priorisierung der Pipeline Stellung bezieht. Ein Webcast-Mitschnitt soll anschließend 30 Tage lang auf der Unternehmenswebsite abrufbar sein.
Die Abfolge ist klar getaktet: Zuerst die Wirksamkeitsdaten beim ESMO ab dem 23. Oktober, dann am 3. November die Zahlen und das Update zum operativen Fortschritt.
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