BioNTech-Aktie: Ein Stopp mit Wirkung!

Die BioNTech-Aktie verlor seit Donnerstag fast neun Prozent an Wert. Ein Impfstoff gegen Darmkrebst zeigte in einer Studie nicht die gewünschte Wirkung.

Auf einen Blick:
  • Die BioNTech-Aktie hat zuletzt deutlich an Wert eingebüßt
  • Ein Impfstoff wirkt nicht wie erhofft gegen Darmkrebs
  • Die zugehörige Phase-2-Studie wurde vorzeitig beendet

Die Aktie von BioNTech kommt nach ihrem Kursknick vom Freitag nicht mehr in die Spur. Von zuvor 95,70 Euro waren die Papiere des Impfstoff-Herstellers aus Mainz sieben Prozent bis auf 89,00 Euro gefallen. Am Montag ging es mit der BioNTech-Aktie weitere 1,6 Prozent auf noch 87,60 Euro zum Xetra-Handelsschluss. Nachdem sie Mitte des Monats noch mehr als 100 Euro wert war, kommt der Dämpfer nicht ohne Grund.

BioNTech beendet Phase-2-Studie vorzeitig

Denn BioNTech hatte vor dem Wochenende bekanntgegeben, die klinische Phase-2-Studie BNT122-01 (NCT04486378) mit Autogenem Cevumeran zu beenden. Das Produkt ist eine individualisierte mRNA-Krebsimmuntherapie, die bei Patienten mit zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) positivem, chirurgisch entferntem Darmkrebs im Stadium II (hohes Risiko) oder Stadium III evaluiert wird. Autogenes Cevumeran wird gemeinsam von BioNTech und Genentech, einem Mitglied der Roche-Gruppe, entwickelt

  • Die Entscheidung zum Abbruch der Studie wurde laut Mitteilung jetzt in Abstimmung mit Genentech getroffen
  • Die Studie prüfte primäre Endpunkte wie Gesamtüberleben, krankheitsfreies Überleben und Sicherheit.

Die Entscheidung folgte demnach einer neuen Empfehlung des unabhängigen Data Safety Monitoring Boards (DSMB). Dieses habe bereits im Oktober 2025 auf Basis von Studiendaten angemerkt, dass diese nicht ausreichten, um belastbare Aussagen zur Wirksamkeit zu treffen. Eine andere Phase-II-Studie mit Autogene Cevumeran in Kombination mit Checkpoint-Inhibition und Chemotherapie zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs wird laut BioNTech derweil fortgesetzt.

BioNTech-Aktie von Moderna angetrieben

Erst Mitte August hatten die US-Pharmakonzerne Moderna und Merck & Co. mit dem gemeinsam entwickelten personalisiertem mRNA-Krebsimpfstoff Intismeran einen Durchbruch erzielt. So senkte das Vakzin in Kombination mit dem Immunmedikament Keytruda von Merck die Rate des Wiederauftretens von Melanomen (schwarzer Hautkrebs) stärker als die Immuntherapie allein. Die Moderna-Aktie war daraufhin um mehr als 150 Prozent angesprungen – und hatte die BioNTech-Aktie mit nach oben gerissen. Zumindest kurzfristig.

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