BioNTech-Aktie: Sparkurs!

BioNTech weitet Sparmaßnahmen drastisch aus. Fast alle deutschen Produktionsstandorte sollen geschlossen werden, tausende Stellen fallen weg.

Auf einen Blick:
  • Ausweitung des Sparkurses
  • Schließung deutscher Produktionsstandorte
  • Stellenabbau von bis zu 1.860 Jobs
  • Jährliche Kostensenkung um 500 Millionen Euro

Wie erwartet musste BioNTech für das zurückliegende Quartal einmal mehr Verluste ausweisen. Die Kosten für Forschung und Entwicklung legten munter zu, während die Umsätze mit Corona-Impfstoffen sich in die entgegengesetzte Richtung bewegten. Daraus scheint das Unternehmen nun die Konsequenzen zu ziehen.

Der bereits eingeschlagene Sparkurs wird noch einmal deutlich ausgeweitet. Wie unter anderem das „Handelsblatt“ berichtet, plant BioNTech mit der Schließung nahezu aller deutschen Produktionsstandorte. Auch anderswo soll gespart werden. Bis zu 1.860 Stellen könnten dem zum Opfer fallen; die Kosten sollen bis zum Jahr 2030 um 500 Millionen Euro jährlich sinken.

Die BioNTech-Aktie im Tiefflug

Die Betriebsräte zeigten sich fassungslos und warfen dem Management vor, mit den Sparplänen bei den Aktionären für Eindruck sorgen zu wollen. Letzteres ist allerdings nicht einmal gelungen. Die Börse reagierte eher verschnupft auf schwache Zahlen und neue Kahlschläge. Die BioNTech-Aktie gab heute Morgen um 4,3 Prozent auf 79,40 Euro nach.

BioNTech Aktie Chart

Mit dafür verantwortlich sind freilich auch die mauen Ergebnisse. Die Umsätze gingen auf nur noch 118 Millionen Euro zurück und der Nettoverlust landete bei 531,9 Millionen Euro. Zwar sitzt BioNTech weiterhin auf einem sehr ansehnlichen Finanzpolster. Ewig wird man sich damit aber auch nicht über Wasser halten können. Durchbrüche bei der Forschung an Krebsmedikamenten werden nun noch mehr zum Pflichtprogramm.

Fehlende Fortschritte

Die Sparpläne von BioNTech mögen aus ökonomischer Sicht nachvollziehbar, vielleicht sogar notwendig erscheinen. Doch Wachstumssignale kann das Unternehmen damit nicht aussenden. Da es auch keine Neuigkeiten zu Fortschritten bei Krebsmedikamenten gab, fehlt es den Anlegern an der Aussicht auf bessere Zeiten. Ohne einen kleinen bis mittelschweren Durchbruch wird die Aktie es weiterhin schwer haben. Einsparungen allein können den Abstieg lediglich hinauszögern. Für eine Trendwende braucht es aber neue Umsatzbringer.

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