Die Aktie von BioNTech verzeichnete nach Bekanntgabe des Führungswechsels einen Rückgang um 10 Prozent auf 79,60 Euro. Das Unternehmen meldete für 2025 einen Umsatz von 2,87 Milliarden Euro, gleichzeitig aber einen Verlust von 1,14 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet BioNTech mit weiter sinkenden COVID-Erlösen zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Der strategische Umbau hin zur Onkologie soll diese Entwicklung mittelfristig kompensieren.
Onkologie-Pipeline als neuer Wachstumstreiber
Das Mainzer Unternehmen plant bis Ende 2026 den Start von 15 Phase-3-Studien im Bereich der Krebstherapie. Der Antikörper Gotistobart zeigt dabei erste vielversprechende Ergebnisse bei Lungenkrebs. Diese Neuausrichtung erfordert allerdings erhebliche Investitionen: BioNTech veranschlagt für Forschung und Entwicklung zwischen 2,2 und 2,5 Milliarden Euro.
Analysten wie Goldman Sachs und Morgan Stanley bekräftigen trotz des jüngsten Kursrückgangs ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen zwischen 125 und 138 US-Dollar. Sie verweisen auf die solide Kapitalausstattung von über 17 Milliarden Euro, die dem Unternehmen ausreichend Spielraum für die geplante Transformation verschafft. Die Frage bleibt allerdings, wie schnell die Onkologie-Kandidaten Umsätze generieren können.
BioNTech SE Aktie Chart
Gründer-Abgang und technologische Weiterentwicklung
Ugur Sahin und Özlem Türeci werden Ende 2026 BioNTech verlassen und ein neues mRNA-Biotechunternehmen gründen. Im Gegenzug erhalten sie eine Minderheitsbeteiligung sowie bestimmte Technologierechte von BioNTech. Das Unternehmen betont, dass die bestehenden Pipelines davon unberührt bleiben und durch Lizenzvereinbarungen sowie Meilensteinzahlungen weiterhin eine Verbindung besteht.
Parallel dazu erweitert BioNTech seine mRNA-Plattform in neue therapeutische Bereiche. Präklinische Daten zeigen, dass mRNA-kodierte monoklonale Antikörper bei Primaten wirksam gegen SARS-CoV-2 schützen. Dabei erreichten Dosen von 0,3 bis 0,6 mg/kg nachweisbare Antikörperspiegel und verhinderten Infektionen in den Atemwegen. Zusätzlich werden CRISPR-basierte Ansätze entwickelt, die bei Mäusen das Hepatitis-B-Virus um 53 bis 73 Prozent reduzierten.
Investoren dürften 2026 vor allem die Ergebnisse der Krebsstudien im Blick behalten. Die breite Anwendbarkeit der mRNA-Technologie könnte langfristig neue Umsatzquellen erschließen, sofern die regulatorischen Hürden gemeistert werden. Wie schnell sich dieser Wandel vollzieht und welche Kandidaten tatsächlich zur Marktreife gelangen, wird über die Bewertung des Unternehmens entscheiden.
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