Die Ära der Corona-Pioniere endet. Auf der Hauptversammlung hat BioNTech einen radikalen Umbau beschlossen. Die Gründer verlassen das Unternehmen. Werke schließen und Milliarden fließen in die Krebsforschung. Das Ziel: Mehrere Medikamenten-Zulassungen bis 2030.
Milliarden für die Forschung
Der Wandel kostet Geld. Im abgelaufenen Geschäftsjahr übertraf der Umsatz mit 2,87 Milliarden Euro zwar die Prognosen. Dennoch verbuchte der Konzern einen Nettoverlust. Die massiven Ausgaben für Forschung und Entwicklung rissen ein Loch von über zwei Milliarden Euro in die Bilanz.
Für das Jahr 2026 plant das Management mit folgenden Eckdaten:
* Umsatz: 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro
* Forschungskosten: 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro
* Verwaltung und Vertrieb: 700 bis 800 Millionen Euro
Ein finanzielles Polster federt den Umbau ab. BioNTech verfügt aktuell über liquide Mittel von rund 17 Milliarden Euro.
Harter Einschnitt und Gründer-Abschied
Um Kosten zu senken, streicht das Management die Produktion zusammen. BioNTech schließt Standorte in Marburg, Idar-Oberstein, Tübingen und Singapur. Davon sind bis zu 1.860 Stellen betroffen. Ab 2029 soll dieser Schritt jährlich 500 Millionen Euro einsparen.
Auch an der Spitze steht ein Wechsel an. Die Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci verlassen den Konzern Ende 2026. Sie gründen ein neues mRNA-Forschungsunternehmen. BioNTech behält daran eine Minderheitsbeteiligung und sichert sich die bestehenden Patente.
Fokus auf Onkologie
Die Pipeline umfasst mittlerweile 17 klinische Programme. Das wichtigste Projekt ist Pumitamig. BioNTech entwickelt das Krebsmittel gemeinsam mit Bristol Myers Squibb. Die Partnerschaft brachte bereits eine Vorabzahlung von 3,5 Milliarden US-Dollar ein.
Aktionäre gehen bei der Dividende für 2025 leer aus. Dafür hat die Hauptversammlung ein neues Aktienrückkaufprogramm genehmigt. Das Unternehmen darf in den nächsten zwölf Monaten eigene Papiere für bis zu eine Milliarde US-Dollar erwerben.
An der Börse herrscht Skepsis. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 76,95 Euro. Damit summiert sich das Minus der vergangenen 30 Tage auf acht Prozent.
Der Abwärtstrend bleibt intakt. Der Kurs notiert deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Fällt das Papier weiter, rückt das Jahrestief bei 72,50 Euro als nächste Unterstützung in den Fokus.
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