BioNTech hat gestern mitgeteilt, eine Option aus der Zusammenarbeit mit Roche/Genentech ausgeübt zu haben. Dadurch übernimmt der Partner ab dem 1. Januar 2027 grundsätzlich die künftigen Forschungs- und Entwicklungskosten des betroffenen Programms.
BioNTech bleibt im Erfolgsfall an möglichen Erlösen beteiligt: Bei erfolgreicher Entwicklung und Vermarktung hat das Unternehmen weiterhin Anspruch auf Lizenzgebühren. Die PDAC-Studie soll nach Unternehmensangaben wie geplant fortgesetzt werden.
Partnergeschäft prägt die Finanzzahlen
Im dritten Quartal 2026 erzielte BioNTech einen Umsatz von 1.289,2 Millionen Euro. Der Nettogewinn nach IFRS betrug 184,5 Millionen Euro. Medienberichten zufolge entfielen 613 Millionen Euro Umsatz auf die Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb.
Die Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen ging dagegen weiter zurück. Trotz des Quartalsgewinns blieb nach neun Monaten ein Verlust, wie Medien berichteten.
Für das Gesamtjahr 2026 hob BioNTech die Umsatzuntergrenze auf 1,7 Milliarden Euro an. Die Obergrenze blieb bei 1,9 Milliarden Euro. Die Prognosen für die bereinigten Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten ließ das Unternehmen unverändert.
Klinische Fortschritte mit Einschränkungen
BioNTech und Bristol Myers Squibb meldeten am 25. Oktober erste Ergebnisse zu Pumitamig in Kombination mit Docetaxel. Die Phase-2-Studie ROSETTA Lung-107 untersucht Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkrebs nach Immuntherapie und Chemotherapie. Die bestätigte objektive Ansprechrate betrug 36,7 Prozent; das vorläufige mediane progressionsfreie Überleben lag bei 6,9 Monaten.
Bei den vor gut einer Woche veröffentlichten Brustkrebsdaten meldeten BioNTech und DualityBio dagegen auch Sicherheitsprobleme. Trastuzumab Pamirtecan verbesserte das progressionsfreie Überleben statistisch signifikant, nach Einschätzung der Unternehmen aber nur moderat.
Die Daten zum Gesamtüberleben waren noch nicht ausgereift. Interstitielle Lungenerkrankungen traten häufiger als in früheren Studien auf, darunter bei einem kleinen Patientenanteil schwere und tödliche Fälle. Die Unternehmen wollen die Ergebnisse besprechen und weitere Schritte festlegen.
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