Der Betriebsrat von BioNTech hat gestern den Umgang des Managements mit Beschäftigten während der Restrukturierung kritisiert, wie das Handelsblatt berichtet. Die Aktie steigt heute um 3,6%; als Treiber gelten die veröffentlichten Quartalszahlen und die angehobene Umsatzprognose. Im Mittelpunkt der Kritik stehen Berichte über Diskriminierung, Drohungen und Ängste am Arbeitsplatz.
BioNTech erklärte, die Vorwürfe ernst zu nehmen. Der Betriebsrat richtet seine Kritik ausdrücklich gegen die Behandlung der Beschäftigten im Zuge des Umbaus.
Gewinn und unveränderte Ausgabenplanung
BioNTech meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 1.289,2 Millionen Euro. Der bereinigte Nettogewinn erreichte 440,9 Millionen Euro. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie belief sich nach Unternehmensangaben auf 1,76 Euro.
Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 liegt bei 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Untergrenze 1,6 Milliarden Euro betragen.
Bei den bereinigten Forschungs- und Entwicklungsausgaben bestätigte BioNTech für 2026 die erwartete Spanne von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Für die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten blieb die Planung ebenfalls unverändert: Sie beträgt 700 bis 800 Millionen Euro.
Zum 30. September verfügte das Unternehmen über liquide Mittel, Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapieranlagen von insgesamt 16,2 Milliarden Euro.
Roche übernimmt künftig Forschungskosten
Im Rahmen der ausgeübten Option aus der Zusammenarbeit mit Roche/Genentech sollen die künftigen Forschungs- und Entwicklungskosten des betreffenden Programms ab dem 1. Januar 2027 grundsätzlich Roche/Genentech zugeordnet werden. BioNTech behält nach eigenen Angaben Anspruch auf Lizenzzahlungen, sofern Entwicklung und Vermarktung erfolgreich verlaufen.
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